Die Gemeinde liegt im südwestlichen Teil des Landskroner Talkessels am Fuße der bewaldeten Schönhengstgauer Rückenlinie des Trübauer Zwischengebirges unter dem Hohenbrucker Sattel. Es fließt hier der Lukauer Bach durch. Die ersten Erwähnungen über die Ansiedlung sind aus dem Jahre 1304, seit sie wahrscheinlich dem Königsaaler Kloster gehörte. Der ursprüngliche Name war am ehesten Damnikov, Damnikover Hof, nach der Übernahme ins Deutsche wurde der Personenname Damík auf Taming verändert, davon Thomigsdorf. Später wurde die Gemeinde zum Bestandteil der Liechtensteiner Herrschaft. Die Gemeinde durchschneidet die Schnellstraße Nr. 43, die in die 6 km entfernte Stadt Landskron führt und in die Erholungsgebiete des Adlergebirges und der polnischen Grafschaft Glatz fortführt. In den 90-ger Jahren des 19. Jahrhunderts wurde die alte Kirche abgerissen, deren Fragmente wir in der Friedhofmauer, die die Kirche St. Johann der Täufer umgibt, in dem Neugotischen Stil erbaut, finden können. Diese Kirche ist zugleich die Dominante der Gemeinde. Daneben steht die Barockpfarrei mit einem Mansardendach. Die Gemeinde ist mit der Grundinfrastruktur (Gasleitung, Wasserleitung, Telefon, befestigte Verkehrswege) ausgestattet, es gibt hier zwei Geschäfte mit Kolonialwaren, zwei Gaststätten, den Kultursaal, die Grundschule, den Kindergarten, Ambulatorium für Kinder und Erwachsene und einen Friseursalon. Zu der Rekreation der Bürger und auch der Ankömmlinge dienen die umliegenden Wälder, gut geeignet für Sammeln von Pilzen und Heidelbeeren, Spaziergänge und Fahrradtouristik. In der Gemeinde ist ein Fußballplatz, drei Tennisplätze und ein Volleyballplatz sowie eine Turnhalle der Grundschule. Aktiv wirken hier Körpererziehungseinheit Sokol und der Jägerverein.
Ausführliche Informationen (aus der "Landeskunde Lanškrounsko" übernommen): Die Gemeinde Thomigsdorf erstreckt sich dem Strom des Lukauer Baches entlang, 6 km südwestlich der Stadt Landskron, am Fuße bewaldeter Schönhengstgauer Rückenlinie. Die erste Erwähnung über Thomigsdorf (Tamichsdorf) stammt aus der Donationssurkunde von Wenzel II. aus dem Jahr 1304, mit deren er das ganze Landskroner Gebiet dem Königsaaler Kloster schenkte. Der Ortsname hat seine Herkunft in dem Personennamen Damík, wie die erste Gestalt der Eintragung des Ortnamens aus dem Jahre 1393 Damykow belegt. Bei der amtlichen Feststellung des Ortsnamens aus dem Jahre 1854 auf heutige Damníkov (auf tschechisch) kam es eigentlich zu einem Irrtum, den man vorgenommen hatte, dass die Gestalt Damíkov eine Mundart ist und die Form Damníkov sprachlich korrekt ist. Im Zusammenhang mit der Gründung des Leitomischler Bischofssitzes und mit der Inauguration seiner Diözese wird das Dorf im Jahre 1349 als Pfarrdorf angeführt. Im Jahre 1358, als das Königsaaler Kloster die Landskroner und Landsberger Gegend mit dem Leitomysler Bischof gegen mehr geeignete Güter näher bei Prag austauschte, wurde Thomigsdorf in diesen Vertrag nicht einbezogen. Königsaaler Zisterzieser verkauften es später getrennt (ähnlich als nicht weit liegende Tirpings). Etwa Ende des 14. Jahrhunderts oder Anfang des 15. Jahrhunderts wurde das Dorf auf irgendeiner Art und Weise zum Eigentum des Landskroner Augistinianerklosters, das im Jahre 1371 von dem Leitomischler Bischof Petr Jelito gegründet wurde. Wahrscheinlich gerade Landskroner Ordenkanoniker ließen in Thomigsdorf die ehemalige gotische Kirche ausbauen, die in den gefährlichen Zeiten den Pfarrkindern Schutz gewährleisten sollte. Ihr massiver Turm, ausgestattet mit Schießscharten, konnte sich nämlich nach der Beseitigung der hölzernen Außentreppe in einen gesicherten Zufluchtsort vewandeln. Schon im Jahre 1421 mussten aber die Landskroner Augustinianer aus der Stadt nach der mehr gesicherten Stadt Olmütz fliehen. Hier machten sie sich später ansässig und haben erfolgslos die Rückgabe ihrer tschechischen Güter zu beansprucht. Noch im Jahre 1460 hat der König Georg von Podiebrad seine Rechtsansprüche u.a. auf Thomigsdorf namentlich mit seinem Privilegium bestätigt, einstige Bischofsgüter einschließlich die Klosterdörfer blieben fest in den irdischen Händen. Zu einem der ersten Besitzern (resp. Usurpator) von der Landskroner Gegend, einschließlich Augustinianer (Thomigsdorf) wurde Cenek von Sarow. Auf ähnliche Weise eroberte er die Burg Landsberg und auch umgebene Güter auch sein Bruder Johann Sarowec. Die Brüder beherrschten diese einstigen Bischofgüter im Laufe der 30-ger bis 50-er Jahre des 15. Jahrhunderts. Im Jahre 1441 hat Cenek von Sarow in Landskron das Privilegium auf den Thomingsdorfer Schulzengericht Wenzel Hermanov herausgegeben. Zum Zubehör des Schulzengerichtes gehörte Halbhufe der Acker, die Mühle mit einem Rad und das Recht, die Handwerker wie der Schmiede, der Bäcker, der Metzger, der Schneider und der Schuhmacher zu dem Schulzegericht zu halten. Darüber hinaus hatte der Vogt das Recht, für einen bestimmten Lohn frei das Bier zu kochen und einzuschenken ( die Überreste dieser Schulzenprivilegien erhielten sich bis in die jüngere Vergangenheit - noch im 19. Jh. wurde Beschr. - Nr. 2 als Schulzenmühle bezeichnet und Beschr. - Nr. 5 als Schulzenschmiedewerkstatt und der einstige Schulzenschenk fungierte im Beschr. - Nr. 3 bis zu dem Jahre 1872, als er in den Neubau Beschr. - Nr. 233 übergeleitet wurde. Irgendwannn vor dem Jahre 1460 gewann von der Familie Sarow ihre Güter der mächtige Zdeněk Kostka von Postupitz, weil die Brüder sie faktisch in der Haltung hatten, aber ohne irgendwelchen Rechtsgrundlagen. Diese Einträge für die einstige Bischofs - Landskroner -, Landsberger - und Gablergegend versammelte Zdeněk Kostka im Laufe der 50-ger Jahre und nach dem Ausgleich mit der Familie Sarow verkoppelte er das ganze „Bischofstum“ die Stadt Leitomischl einschließlich in den Händen seines Stammes. Seit der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts teilte so das Thimigsdorf sein Schicksal mit den anderen Dörfern in der Landskroner Gegend mit. Thomingsdorf als eine Reihe der Dörfer in der Reigion lag immer an der Sprachgrenze, und so überwog einmal die tschechische, ein anderes mal die deutsche Bevölkerung. Die sprachlichen Verwandlungen dokumentierte außer anderem auch die Ausschmückung der einstigen Kirche. Zum Beispiel eine tschechische Anschrift an der Wand in ihrem Interieur aus dem Jahre 1511 beglaubigte, dass noch Anfang des 16. Jahrhunderts das Tschechisch die meisten Pfarrkinder verstehen musten. Auf der Wende des 16. und 17. Jahrhunderts überwog in Thomigsdorf vermutlich Deutsch, wie die Anschriften auf der Glocke, abgegossen von Jan Benešovský im Jahre 1601, beweisen. Das deutsche Sprachmilieu überwog im Thomigsdorf bis zu der Hälfte des 20. Jahrhunderts. Thomigsdorfer Pfarrei, erst erwähnt im Jahre 1349, ging in der Zeit nach der Schlacht auf dem Weißen Berg unter, wieder angesiedelt wurde sie erst im Jahre 1677. Bis zu dieser Zeit wurde das Thomingsdorf von dem Landskroner Pfarrer verwaltet. In den schweren Jahren des Dreißigjährigen Krieges führten Landskroner Stadtbürger nicht nur einen Finanzstreit mit ihren Pfarrern. Im Jahre 1630 legte in einem Streit die Zeugenschaft auch Thomingsdorfer Schulzengericht und die Schöffen ab, die angeführt hatten, dass in ihrem Dorf der Priester zwar seine geistige Arbeit solide macht, aber verlangt von ihnen ungewöhnlich hohe Zahlungen für einzelne Verrichtungen. Ihrer Meinung nach bezahlte man von jeher für eine Hochzeit mit einem Betrag von 3 Kreuzer, einer Henne und den Hochzeitskuchen, jetzt muss man aber mit einem Reichsgulden oder mit einem Groschenhaufen bezahlen. Ähnlich wurden angeblich auch die Bezahlung für die Taufe von 3 Kreuzern auf 10 tschechische Groschen erhöht, für ein Begräbnis von 6 Groschen auf einen Reichsgul den oder einen Groschenhaufen erhöht. Einige Jahre später erfuhren wir sogar, dass mit dem durchgetriebenen Landskroner Pfarrer ein Lehrer aus Thomingdorf mitarbeitete.Dieser sollte jedem Einwohner des Dorfes, der sich nach Landskron zum Zweck der Verabredung der Taufe, der Hochzeit oder eines Begräbnisses aufmachte, das Zeugnis über seine Güterverhältnisse ausstellten. So hatte der Priester einen guten Überblick über die Solvenz seines Pfarrkindes und dieser konnte sich nicht auf seine dürftige Verhältnisse ausreden. Die kleine ursprünglich gotische Kirche in Thomingsdorf, deren Gestalt wir nur aus den Fotografien und aus einem Modell im Landskroner Museum kennen, mit den Jahren nicht nur herunterkam, aber genügte nicht mehr der steigender Anzahl der Besucher. Schon Ende der 20-ger Jahre des 19. Jahrhunderts hat man deshalb angefangen, über den Neubau der Kirche nachzudenken. Mit dem Bau sollte man ursprünglich schon im Jahre 1830 beginnen. Die ersten Verhandlungen verliefen sogar und allmählich hat man begonnen, das Holz anzufahren, nach der provisorischen Überdachung des Domschiffes und des Turmes erschlaffte die Begeisterung der örtlichen Pfarrkinder und die Vorbereitungen sind wieder auseinandergegangen. Im Jahre 1853 wurde sogar der neue Bauplan einer neuen Kirche ausgearbeitet. Die ganze Angelegenheit schlief aber wieder bis zu dem Jahre 1885 ein, erst wenn zu der generellen Rekonstruktion des Domes in Höhe der Kosten 15 000 Gulden kommen sollten. Nach den langjährlichen Verhandlung- en mit dem Patron-Grafen aus Liechtenstein kamen zum Schluss hiesige Pfarrkinder im Jahre 1892 zu der Entscheidung, eine neue Kirche zu bauen. Die wurde in dem neugotischen Stil in den Jahren 1895-98 ausgebaut. Daneben stehende alte kleine Kirche wurde im Jahre 1898 niedergerissen und einige ihre Bauelemente wurden in die Einfriedungsmauer der Friedhofsmauer eingemauert. Von den anderen kirchlichen Andenken kann sich Thomingsdorf mit der Statue St. Prokop vor der Kirche aus dem Jahre 1710 prahlen.
Die jüngere Säule mit der Statue St. Johannes von Nepomuk aus dem Jahre 1713 wurde leider in den 80-ger Jahren des 20. Jahrhunderts niedergerissen. Die ersten Berichte über dem Schulunterricht stammen aus den 30-ger Jahren des 17. Jahrhunderts, als der Lehrer Valentin Stark erwähnt wurde. Die Einstige alte Schule stand angeblich auf der Stelle der hiesigen Pfarrei, im Jahre 1754 wurde sie bei ihrem Bau niedergerissen. Die einklassige Schule mit der Lehrerwohnung wurde nicht weit hinter dem Bach gebaut, später wurde sie mehrmals rekonstru iert und verbreitert, zum letzten Mal im Jahre 1893. In der zweiten Hälfte des 20. Jhs. diente dann weiter zum Unterricht das Gebäude des alten Schulzengerichtes bis zum Ende der 70-ger Jahre, bis das gegenwärtige moderne Gebäude der Grundschule gebaut wurde. Die erste Post in Thomingsdorf wurde im Jahre 1903 (nur als Sammelstelle) eingerichtet, zehn Jahre später wirkte hier schon das Postamt mit dem Postmeister, das im Jahre 1912 mit einem Telegraf und später auch mit einem Telefon für den Umkreis Blumenau, Tirpings und Königsfeld ausgestattet wurde. Die Elektrifizierung der Gemeinde verlief im Jahre 1932. Zu den ältesten Vereine in Thomigsdorf gehört der Freiwillige Feuerwehverein, gegründet im Jahre 1873. Im 19. Jh. entstand dann auch der Veteranenverein. 1878 ein Spar-und Darlehensverein, auf dessen Grundlagen dann im Jahre 1889 Raiffeisenbank entstanden ist. In der Zeit der ersten Repu- blik entstanden und wirkten die Vereine Turnverein (1935) und der St. Hubertusverein (1922) oder zum Beispiel der Theater- und Sangverein. Nach der nachkrieglichen Aussiedlung und Besiedlung der Gemeinde aus dem Innenland knüpften an die Tradition der Vereine freiwillige Feuerwehr an, die sich bis heute mit einer Rarität in der Gestalt einstiger mit den Pferden gezogener Handspritze prahlen, Körpererziehungseinheit oder Jägerverein. In der Gegenwart in der Gemeinde mit 660 ständigen Einwohnern wirkt außer der Post und der Grundschule noch der Kindergarten, zwei Gaststätten mit einem Kultursaal. Für die sportliche Betätigung dient nicht nur der Fußballplatz, sondern auch drei Tennisplätze und ein Volleyballplatz.