Die Gemeinde Obertscherma ist das Tor ins Adlergebirge, deren langesTal sich in einer Höhe von 450-500 m.ü. M erstreckt. Durch das Tal fließt der Bach Čermenka - die Bennenung ist von der roten Farbe der eisenhaltigen Erde. Die ersten Erwähnungen über die Gemeinde können wir in den Urkunden des Königsaaler Klosters aus dem Jahre 1304 finden. Der König Wenzel II. schenkte sie dem neu gegründeten Kloster. Bis zur Hälfte des 17. Jahrhunderts waren in der Gemeinde nur 22 Höfe und 10 Bauernhäuser. Die Gemeinde hat vier Aussiedlungswellen erlebt. Die erste - am Anfang des 17. Jahrhunderts aus dem Grunde der großen Ünterdrückung und der Fronarbeit, die zweite - 1736-1744 in der Zeit der Gegenreformation (Weggehen mancher evangelischen Familien nach Berlin - Begründung der Gemeinde Rixdorf), die dritte - aus dem Grund der Übervölkerung verließen die Gemeinde einige Hunderte Einwohner vor allem nachTexas, die vierte - nach dem 2. Welkrieg. Mit den Landsleuten in Texas und in Rixdorf sind die Kontakte erhalten. Im Jahre 1873 wurde die Gemeinde Tscherma zu dem Marktflecken erklärt. Im Jahre 1935 wurde sie für die langandauernden Streitereien angesichts des Ausbaues und die unterschiedliche Religion auf den beiden Seiten in die katholische Niedertscherma und evangelische Obertscherma geteilt. Im Jahre1960 kam es zu der Unifizierung der Obertscherma und der Gemeinde Nepomuk, die vor dem Jahre 1787 gegründet wurde. In der Umgebung der Gemeinde befindet sich wunderschöne Natur mit dem Auftreten der geschütz- ten Pflanzen - Zloma, Tisce, Matějkov a Sasauer Tal mit dem Fundort der böhmischen Granate. Ausführliche Informationen (übernommen aus der „Landeskunde Lanškrounsko"): Die Gemeinde Obertscherma erstreckt sich im Strom des Baches Čermenka 7 km nördlich der Stadt Landskron entlang. Die selbstständige Gemeinde ist Obertscherma erst seit dem Jahre 1935, wann man den oberen und niederen Teil von Tscherma in zwei Ganzheiten teilte. Im Jahre 1960 wurde zu der Obertscherma administrativ historisch selbsständige Gemeinde Nepomuk beigefügt. Die erste Erwähnung von Tscherma (Rotenwasser) stammt aus der Schenkungsurkunde des Wenzels II. aus dem Jahre 1304, mit deren er das ganze Gebiet von Landskron dem Königsaaler Kloster schenkte. Ihr Ortsname hat ihren Ursprung in der Benennung des Baches, dessen Wasser sich von den herausgeschwommenen Ansätzen rot färbte (alttschechisch "čermnala"). Viel jüngerer Herrkunft ist die Gemeinde Nepomuk, die in den 80-ger Jahren des 18. Jahrhunderts durch die Grundstücksteilung des Hofes Na Záhubách in Wiprechtsdorf, der auf dem Ort der heutigen Gemeinde Nepomuk liegt, entstand. Am Anfang der 20-ger Jahre des 20. Jahrhunderts bemühte sich die Gemeinde Nepomuk um den Beitritt der Ortschaften Sebranice und Matějkov in Ober-Johnsdorf, was man erst in dem Jahre 1945 realisierte. Der Ortsname Nepomuk hat seinen Ursprung in dem Namen des beliebten Heiligen Johannes von Nepomuk. Laut der Tradition ging es bei der Benennungsbestimmung des neu gegründeten Dorfes angeblich um eine gewisse Böswilligkeit der Herrschaftsangestellten, weil die meisten Insassen hier evangelischer Religion waren. In dem Zusammenhang mit der Gründung des Leitomischler Bischofssitzes und mit der Konstituierung seiner Diözese wird 1349 das Dorf Tscherma (Ruffa aqua) als ein Pfarrdorf angeführt. Im Jahre 1358, als der Königsaaler Kloster die Landskroner und Landsberger Gegend und mit dem Leitomischler Bischof gegen die mehr geeigneten Güter nahe Prag austauschte, wurde Tscherma zu dem Bestandteil der Bischofsgüter. Während der Hussitenkriege, nach dem Niedergang des Bischofsitzes in Leitomischl, beschlagnahmten ihre Güter und gleichfalls das damalige Dorf die weltlichen Adeligen. Seit der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts hat so Tscherma ihr Schicksal mit der anderen Dörfern der Landskroner Herrschaft bis zu dem Ende des Feudalismus mitgeteilt. In der Zeit nach der Schlacht auf dem Weißen Berg, als im Jahre 1622 die Landskroner Herrschaft Karl von Liechtenstein kaufte, begann auf dem Landskroner Gebiet die Rekatholisierung. Die verlassene Pfarrei ging so unter und wurde erst im Jahre 1671 erneuert. Eine sehr starke Stellung hatte in Tscherma auch die Brüder-Unität, deren Bekenner sich zwar schon in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts zu der katholischer Religion meldeten, aber sein Glauben heimlich auch später beibehielten. Im Jahre 1725 bildeten die Nichkatholiker aus Tscherma und nicht weiten Wiprechtsdorf den heimlichen evangelischen Kirchenvorstand, an Spitze dessen drei Laienpatriarchen standen, der die Tradition des Glaubens der Böhmischen Brüder instandhielten. In den Jahren 1728-29 bahnten sogar die heimlichen Evangeliker in Tscherma Verhandlungen mit der erneurten Brüder-Unität. Im Jahre 1736 eintschied sich dann eine ganze Reihe der Nichtkatholiker von der Herrschaft zu fliehen, was mehr als 70 Personen auch gelungen ist. Nach dem langen Weg haben sich dann die Exulanten in dem evangelischen Sachsen, in Rixdorf, das bei Berlin liegt, angesiedelt. An diese Welle knüpfte dann später wieder eine Reihe der nächsten heimlichen Evangeliker an, die sich entschlossen haben, für den Glauben Tscherma zu verlassen. Eine große Aussiedlungswelle, diesmal nach Amerika, kam auch nach dem Jahre 1850, und das vor allem aus Nepomuk. Nach der Erklärung des Toleranzpatents meldeten sich die meisten Bewohner des oberen Teiles von Tscherma und Nepomuk zu dem evangelischen Glauben. In den Jahren 1836-1839 bauten hier die örtlichen Evangeliker die Kirche, das urprüngliche Gebetshaus aus dem Jahre 1788 war hölzern. Zu der Kirche wurde im Jahre 1885 ein Turm angebaut. Im Jahre 1873 wurde Tscherma mit etwa drei Tausend Einwohnern zu einem Marktflecken. Im Jahre 1935, wie schon gesagt wurde, teilten sich beide Teile von Tscherma auseinander, wobei ein der entscheidenden Momente der Unterschied in dem Glaubenbekenntnis des vorwiegend katholischen niedrigen Teils und des evangelischen oberen Teils waren. In der Zeit des 2. Weltkrieges wurde die Obertscherma ins Sudetenland annektiert, wo es mit den tschechischen Dörfern in der Umgebung wie Nepomuk, Wiprechtsdorf und Hermanitz eine solche tschechische Spracheninsel bildete. Das Vereinsleben in der Gemeinde stellte die im Jahre 1879 gegründete Feuerwehr, im Dorf Nepomuk gründeten sich ähnliche Feuerwehren im Jahre 1898. Sokol wurde in Tscherma schon im Jahre 1912 gegründet, im Jahre 1923 Tscherma II. und seit dem Jahre 1950 trägt sie die Benennung Körpererziehungseinheit Sokol. Außer der Interessenvereine wie das Rote Kreuz, des Jägervereines und der Gärtner wirkten hier in der Gegenwart noch der Seniorenclub (seit dem Jahre 1989) und der Verein Odkaz (Vermächtnis) (seit dem Jahre 1923). Zu den örtlichen Andenken gehören außer der evangelischen Kirche auch die kleinen Sakralbauten wie das steinige Kruzifix der Schmerzhaften Jungfrau Maria aus dem Jahre 1813 bei der Schnellstraße Richtung Maránská hora (Marienberg). In der Gemeinde steht gleichfalls das Andenken den Gefallenen des 1. Weltkrieges mit der Löwenfigur.
Über Obertscherma befindet sich auch der Marienberg, der ein Wallfahrtsort war, Seine Tradition ist ziemlich jung. Im Jahre 1864 wurde hier Kapelle der Geburt der Jungfrau Maria ausgebaut, die schon im Jahre 1875 in eine Kirche umgebaut wurde. Im Jahre 1885 erklärte der damalige Königsgreazer Bischof den Marienberg bei der Gelegenheit des Milleniums seit dem Tode des St. Method zu einem Wallfahrtsort.
In der Nähe des Sanktuariums wurde ein kleines Haus ausgebaut, dann später im Jahre 1872 erdgeschossiger Gasthof, der im Jahre 1908 um ein Geschoss erhöht wurde.
Im Jahre 1886 entstand vor der Kirche der Kreuzweg mit den 14 Stilstand. Eine Lindenallee wurde angepflanzt. Niedertschermapfarrei ließ im Jahre 1995 das Kapellchen bei dem Kreuzweg rekonstruieren. Im nächsten Jahr wurde die monumentale Lindenallee gepfegt um sie gesund zu erhalten. Im Jahre 1998 ließ die Obertscherma einen Asfaltzufahrtsweg auf den Marienberg bauen. Außer den kirchlichen Andenken haben sich in der Gemeinde auch einige ausgeprägte Objekte wie Krčma und die Bauernhäuser Beschr. - Nr. 104, 116, 24, 140, 84, 74 und 75, 138, 173 und weitere erhalten. Zu den bedeutenden Persönlichkeiten von Obertscherma gehört der Nepomuker Landsmann aus dem 19. Jahrhundert Josef Lidumil Lešikar, der die zweite Aussiedlungswelle nach Amerika im Jahre 1853 führte. Ein weiterer Landsmann aus Nepomuk war František Šilar (*1914 - †2001), Stammschreiber und Regionalhistoriker. In Obertscherma gibt es auch einen Kindergarten, eine Grundschule und die Post, die Gemende hat hier zahlreiche Firmen. Die große Anzahl der Arbeitsnehmer haben landwirtschaftliche Gesellschaften BDM GmbH (25) und ZEFA H.Č GmbH (25). Weitere 20 Firmen haben zehn und weniger Arbeitnehmer.