Region Lanškrounsko

 

 

 

 

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Gute Nacht, es ist Dienstag 22.5.2012. Heute feiert den Namenstag Vladimír, morgen Jana.
Horní Třešňovec
Ober Johnsdorf (Horní Třešňovec) PDF Drucken E-Mail

ObecDeutscher Name: Ober Johnsdorf
Anzahl der Einwohner: 612
Anzahl der Häuser: 147
Fläche: 979 ha
Geographische Lage: 49o16' N / 16o36´ E
Meereshöhe: 418 m n.m.
Telefon: 465 323 549
Adresse: OÚ 56301 Horní Třešňovec 225
E-mail: 
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Web-Seiten:
www.hornitresnovec.cz

 
Die erste Bucherwähnung über die Gemeinde ist aus dem Jahre 1304 aus dem Königsaaler Kloster. Im Jahre 1358 wurde die Landskroner Gegend mit dem Bischofsitz in Leitomischl ausgetauscht und Johnsdorf wurde zu dem Eigentum des Augustinianerklosters in Landskron. Die Gemeinde befindet sich 4 km nördlich der Stadt Landskron, ist ungefähr 3 km lang. Im oberen Teil der Gemeinde quellt der Johnsdorfer Bach. Von dem östlichen und westlichen Teil ist die Gemeinde von Wäldern umgeben. Es sind hier gut ausgebaute Wege für die Touristik, Radfahren und die Landschaft ist im Winter von den Skiläufern willkommen.
In der Gemeinde ist die Grundschule und der Kindergarten, das Lebensmittelgeschäft, das Nationalhaus mit der öffentlichen Küche, Gastwirtschaft, Fußballplatz, Tennisplatz und Spritzenhaus. In der Gemeinde gibt es auch eine evangelische und katholische Kirche mit dem Friedhof.
Einige Unternehmen führen hier  Firmen im privaten Besitz verschiedener Zielrichtung. Die Gemeinde bereitet den Ausbau von 40 Wohneinheiten vor.
Ausführliche Informationen  (übernommen aus der „Landeskunde Lanškrounsko"):
 Die Gemeinde Ober - Johnsdorf liegt 4 km nördlich der Stadt Landskron. Die erste schriftliche Erwähnung über Johnsdorf (Jansdorf) stammt aus dem Jahre 1304 aus der Donationsurkunde des Königs Wenzel II., mit deren er die Landskroner Gegend dem Königsaaler Kloster schenkte. Die damalige Gestalt des Dorfnamens ist typisch kolonisatorisch und geht aus dem Personennamen des Lokators der Gemeinde aus. Johnsdorf  war damals das einzige Dorf, das sich erst am Anfang des 16. Jahrhunderts in den oberen und den unteren Teil zu unterscheiden begann, wobei Nieder-Johnsdorf eher zu der Landskroner Vorstadt eingereiht wurde.Kaple
Eine der ersten Erwähnungen, die das Ober- und Nieder-Johnsdorf unterscheidet, ist die Urkunde aus dem Jahre 1509, die davon zeugt, dass das Ober-Johnsdorf schon sein eigenes Schulzengericht und eine begrenzte Gemeindeselbstverwaltung hatte. Am 29. August im  selben Jahre gab der damalige Besitzer der Landskroner Herrschaft Vojtěch von Pernstein dem Gerichtschulzen Petr Istrychar das sog. „Hamfest“, durch das er einige Pflichten zur Herrschaft eingegangen hat. In dieser Zeit hat er ihm nämlich die Gerichtschulzen einige Leute, die er zum Schulzengericht erhielt, mit ihren allen Löhnen und Fronarbeiten überlassen hat. Als Gegenleistung hat ihn Pernstein vom Lohn 14 Groschen pro Jahr gezahlt, Naturalien in der Form eines Bugs und einer Pflicht, der Herrschaft einen Ochsen und einen Windhund zu züchten befreit. Unter dem Inventar des Schulzengericht sind weiter vier freie Ruten der Felder und ein freier Ausschank erwähnt. Hier konnte aber das Schulzengericht das Bier in Nieder-Johnsdorf nur mit der Bewilligung des Herrn zapfen - mit einer Ausnahme : ein Fass während des Faschings und der Hochzeit. Als Pflicht des Schulzengerichtes blieb ihm weiter sich um die Ausrüstung in der Gestalt eines Panzers, Schwertes und einer Armbrust auf dem Schulzengericht zu kümmern. Im Falle eines Krieges sollte das Schulzengericht aus seinen vier freien Ruten der Felder den gleichen Lohn in derselben Höhe wie die anderen Wirtschaftler zahlen.
In der Vergangenheit überwog in Ober-Johnsdorf vermischter Nationalcharakter. Man könnte sagen, dass es an einer Sprachengrenze lag,  der obere Teil der Gemeinde mit den Ortschaften Sebranice und Matějkov eher tschechisch war, der untere Teil eher deutsch. In den 30-ger Jahren war der Anteil der tschechischen Bevölkerung in damals fast neunhundertköpfigen Johnsdorf mehr als ein Drittel. Ähnliches Maßverhältnis 2:1 stellte auch die Anzahl der katholischen und der evangelischen Bevölkerung der Gemeinde dar.
Bis zu dem Ende des Feudalismus war Ober-Johnsdorf der Bestandteil der Landskroner Herrschaft. Im Jahre 1853 verlief in Johnsdorf die erste Aussiedlungswelle nach Amerika, ähnlich wie in den nicht weit entfernten Dörfern Nepomuky oder Michelsdorf.
Die Schule wurde in Ober-Johnsdorf im Jahre 1783 hergerichtet, ein eigenes Gebäude hatte die damalige Einklassenschule seit dem Jahre 1877. Seit dem Jahre 1919 war in der Gemeinde auch eine tschechische Minderheitenschule. In der Gegenwart gibt es hier einen Kindergarten und eine Zweiklassengrundschule.
Das Vereinsleben in Ober-Johnsdorf repräsentierte die im Jahre 1886 gegründete Freiwillige Feuerwehr, in dem sich vor allem die deutschsprechenden Einwohner der Gemeinde vereinigten. Der Verein "Nationalhaus", im Jahre 1934 gegründet, bestand dann aus den
tschechischen Einwohnern, die auf den Bau des Vereinhauses eine finanzielle Unterstützung der Minderheitenorganisationen  (Nationalhaus, Tschechische Minderheit und Nationale nordböhmische Einheit) erwarben. In diesem Haus begann dann seine Tätigkeit mit einem Gasthof und einer Raiffeisenkasse man gab hier verschiedenste gesellschaftliche Veranstaltungen wie Tanzveranstaltungen, Theatervorstellungen usw. Mit dem Jahre 1938, als die Gemeinde zur deutschen Annexion fiel, beendete man die Tätigkeit des Vereins.Obec
Der erneuerte Verein beendete seine Tätigkeit wieder unfreiwillig in der Nachkriegszeit im Jahre 1951. Der gegenwärtige Jägerverein in Ober-Johnsdorf hat die Tradition schon seit den 50-ger Jahren. Im Jahre 1992 wurde in der Gemeinde die Jägergesellschaft Johnsdorfer Haine gegründet. Seit den 50-ger Jahren des 20. Jahrhunderts ist es Tradition, dass die Körpererziehungseinheit Sokol und das Rote Kreuz, das im Jahre 1954 gegründet wurde, wieder Tätig wurde.
Außer der erneuterten Freiwilligen Feuerwehr sind die hiesigen Bürger die in der Freizeit bei den Organisationen des Tschechischen Züchterverbandes, Kleingartenverbandes und Bienenzüchter organisiert sind. Seit dem Jahre 2000 sind auch der Senioren- und der Frauenclub, der sich von dem einstigen Verband, der in den Jahren 1954-1994 tätig war, transformierte, aktiv tätig.
Zu den örtlichen denkwürdigen Bauten gehört die kleine Kirche der Himmelfahrt der Jungfrau Maria aus den Jahren 1869-70, das evangelische Gebetshaus aus den Jahren 1953-54 und Sandsteinstatuengruppe am Kalvarienberg vor dem Haus Beschr. - Nr. 213  in dem unteren Teil der Gemeinde. Zu den markanten Objekten der Volksarchitektur reiht man die Bauernschaft Beschr. - Nr. 105 und Beschr. - Nr. 102 mit den erhaltenen Getreidekammern und nicht zuletzt das Museum der Feuerwehr Beschr. - Nr. 91.
In Ober-Johnsdorf  treibt sein Unternehmen eine größere Firma mit 35 Arbeitnehmern, Gufero Production, GmbH und weiter einige kleinere Firmen wie z. B. Autolackiererei von Jan Švestka und eine landwirtschaftliche Farm Jirásek.
Zur Zeit leben in Ober-Johnsdorf  597 ständige Einwohner in 147 dauernd angesiedelten Häusern (gesamte Anzahl der Häuser ist 183).

 










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