Deutscher Name: Rudelsdorf Anzahl der Einwohner: 1476 Anzahl der Häuser: 249 Fläche: 2459 ha Geographische Lage: 49o53' N / 16o33´ E Meereshöhe: 363 m n.m. Telefon: 465 323 124 Adresse: OÚ 561 25 Rudoltice 95 E-mail:
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Web-Seiten:www.rudoltice.cz Von der Herkunft aus ein deutsches Dorf, 3 km westlich der Stadt Landskron mit 965 Einwohnern. Empirekirche St. Peter und Paul aus den Jahren 1804-1809, Pfarrei aus dem Jahre 1794. Bahnhof mit der Ableitung der regionalen Strecke nach Landskron. In dem Jahre 2000 wurden hier 71 Wohnungen gebaut, jetzt bereitet man (gemeinsam mit Landskron) den Ausbau von 800 Wohnungen in der Umgebung von Zámeček (Schlösschen).
Ausführliche Informationen ( aus der „Landeskunde Lanškrounsko" übernommen ): Die Gemeinde Rudelsdorf erstreckt sich dem Strom des Flusses Rudoltička entlang, 3km südwestlich von der Stadt Landskron. Die erste Erwähnung über das Dorf (Rudolfsdorf) stammt aus der Donationsurkunde Wenzel II. aus dem Jahre 1304, mit der er die ganze Landskroner Gegend dem Königsaaler Kloster schenkte. Der Ortsname ist typisch kolonisatorisch und die Herkunft hat er in dem Personennamen des Lokators- Begründers des Dorfes. Im Zusammenhang mit der Gründung des Leitomischler Bistums und der Inauguration seiner Diözese wird das Dorf 1349 als Pfarrgemeinde angeführt. Im Jahre 1358, als das Königsaaler Kloster die Landskroner und Landsberger Gegend mit dem Leitomischler Bischof gegen mehr geeignete Güter nähe Prag austauschte, wurde Rudelsdorf zu dem Bestandteil der Bischofsgüter.. Während der Hussitenkriege, nach dem Untergang des Bistums in Leitomischl, konfiszierten ihre Güter und gleichfalls das hiesige Dorf weltliche Adeligen. Seit der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts teilte so das Rudelsdorf seine späteren Schicksale mit den anderen Dörfern der Landskroner Herrschaft bis zum Ende des Feudalismus mit. Von dem Rudelsdorfer Schulzengericht hören wir zum ersten Mal und kurz danach, als das Dorf zum Bestandteil der Bischofsgüter wurde. Im Jahre 1364 verkaufte der Bischof Jan von Středa das Schulzengericht in Rudelsdorf Nikl (Nikolaus), dem Sohn des damaligen Vogtes in Michesdorf. Dieses Schulzengericht fiel nach dem Tode des hiesigen Vogtes Petr Armer, der ohne Erbfolger starb, anheim. Nikolaus, als neuer Besitzer des Schulzengerichtes wurde berechtigt, sich ein Drittel von allen Geldstrafen, die er auferlegt hat, zu behalten, es gehörten ihm zwei freie Mühlen mit Grundstück „Ödland“ genannt, freie Felder im Ausmaß von insgesamt 27 Ruten. Er wurde verpflichtet, königliche Steuer in dem üblichen Ausmaß zu zahlen. Nicht immer war der Vogt ein würdevoller Vertreter der Herrschaft, und so musste mehrmals auch der Herr selbst eingreifen. Von dem Verhalten des hiesigen Vogtes zeugt der Eintrag aus dem Jahre1541, der führt an: "... Vogt von hier in Landskron oft gewesen ist, immer hat er sich betrunken, das Gewerbe hat er nicht so beachtet, wie es sein sollte und wenn er von Landskron nach Hause betrunken kommt, schlägt er seine Frau“. Dafür wurde er in demselben Jahr von dem herrschaftlichen Angestellten mit dem Einbringen in den sog. „Mantel“ bestraft. Das war eine sehr enge Zelle im Landskroner Schloss, aus der er nur auf Grund der Fürbitten der „guten Leute“ und einer Kaution in Höhe von 20 Haufen Groschen freigelassen wurde. Am Ende des 16. Jahrhunderts, als die Herrschaft der unternehmungslustige Adam Herzan von Harras besaß, nahmen die Rudelsdorfer Untertanen, die von der Gründung des Baches beschädigt wurden, an dem Streit mit der Herrschaft teil. Nicht einmal haben die Untertanen aus der Landskroner Gegend den Herrn und seine Angestellten oder das Landskroner Schloss grob mit der Waffe in der Hand angegriffen. Der Streit, der jahrelang dauerte, wurde erst im Jahr 1620 beendet, als ihm nach dem Tode von Adam Herzan mit den Untertanen sein ältester Sohn Zdeslav schlichtete. Zwei Jahre später kaufte von ihm Landskron der Statthalter Karl von Liechtenstein, der in der Herrschaft die Rekatholisierung angefangen hat. Die letzte Erwähnung von dem hiesigen nichtkatholischen geistigen Verwalter stammt aus dem Jahre 1627. In diesem Jahre ließen sich der ehemalige Rudelsdorfer Priester Jakub Arnold und seine Frau Salomena, die Tochter von Adam Postler aus der Glatzer Bistritz in Landskron, behauptete Liste über die ehrlichen Herkunft ihres Sohnes Christian ausfertigen. In der Zeit nach der Schlacht auf dem Weißen Berg ging die hiesige Pfarrei unter, erneuert wurde sie erst im Jahre 1766. Die ersten Berichte von dem hiesigen Schulunterricht stammen aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Die älteste Erwähnung über die Schule ist mit dem Jahre 1683 datiert.
Um ein unvollendetes Jahrhundert später wirkte hier die Pfarreinklassenschule, die im Jahre 1766 in das Haus Beschr. - Nr. 97 umgezogen ist. Im Jahre 1831 hat man mit dem Bau des gegenwärtigen Schulgebäudes Hausnummer 200 begonnen, der im Jahre1837 vollendet wurde. 500 Jahre später wurde wegen der großer Anzahl der Schüler ein Zubau durchgeführt und die gesamte Rekonstruktion der Schule im Jahre 1995. Am Ende des 17. Jahrhunderts wirkte in Rudelsdorf der Lehrer Urban Rotter, der einer ziemlich wilder Natur war. Im Jahre 1685 wurde er definitiv zu einem beeidigten Gemeindeschreiber genannt. Auch wenn er diese Arbeit schon früher verrichtete, gerade im Jahre 1685 haben ihn der Vogt und die Stadtväter ermahnt, dass er in seinem Dienst nicht genug diskret und fleißig war. Deshalb drohten ihm, dass im Falle einer nächsten Ungehorsamkeit er von dem lehrerischen und kirchlichen Dienst befreit wird. Das, dass dieser Lohn nicht genug einträglich war, zeugt die Erwähnung aus dem Jahre 1687, als sich der Kantor auf dem Landskroner Stadtrat eine Bewilligung zur Erhebung der Maut bei dem Weg in die Stadt erforderlich ist. Ähnlich zeigen die Spannungen zwichen dem Schulmeister und den Einwohnern des Dorfes die Geschichten aus der alljährlichen Weihnachtsbescherung, als sich in den Jahren 1702 und 1703 Rotter sogar mit einigen Bauern geprügelt hat. Große Spannung brach zwichen dem Lehrer und den Bewohnern des Rudelsdorfes wegen der Schullöhne auch in den Jahren 1847-48, herein, wann in das Dorf, das die gepflichteten Löhne nicht abführte, die Armee eingesetzt wurde. Der bedeutende Teiler im Dorfleben war der Bau der Olmütz-Prager Bahn, die in seiner unmittelbaren Nähe belief. Auf der Bahnstreckee wurde die gleichgenannte Bahnstelle errichtet, die von einer größeren Bedeutung im Jahre 1885 war, wann sie sich zu dem Gleis der örtlichen Bahn, die nach Landskron führte, angeschlossen hat. Am Anfang der 30-ger Jahre des 20. Jahrhundert mit dem Zweigleiserung der Bahn wurde im Rudelsdorf das gegenwärtige Gebäude des Bahnhofs gebaut. Das Rudelsdorf war historisch deutsches Dorf. Erst in der Zeit der 1. Republik erschien hier eine unzahlige tschechische Minderheit, verkörpert vor allem durch die ČSD - Arbeiter, die sich im Jahre 1927 die Errichtung der tschechischen Minderheitenschule durchgesetzt hat. Die nachkriegliche Aussiedlung und Besiedlung der Gemeinde aus dem Innenland bedeutete den Anfang der moderner Geschichte der Gemeinde. Im Jahre 1949 wurde die örtliche LPG gegründet, in den 70-ger Jahren wurden umfangreich örtliche Verkehrswege rekonstruiert, die Reparaturarbeiten an dem Schulgebäude, Kindergatrtengebäude und Kinderkrippegebäude, Spritzenhaus und Drehbühne bei dem Bahnhof. In dieser Zeit wurde auch öffentliche Beleuchtung ausgebaut. In der zweiten Hälfte der 80-ger Jahre verlief der Bau der Gemeindewasserleitung, der im Jahre 1992 vollendet wurde. Seit dem Ende der 90-ger Jahre entfaltet dann die Gemeinde ein großes Bemühen in der Verbreitung des Wohnungenfondes. Nach der erfolgreichen Beendigung 6 Wohnungshäuser in der Gemeinde machte sich die Leitung der Gemeinde an, die allmähliche Realisation des Ausbauplanes mehr als 300 Wohnungseinheiten in der Lokalität Zámeček (Schlösschen), die in dem Jahre 2009 vollendet sein sollte. Zu den Andenken und den bedeutenden historichen Objekten in Rudelsdorf gehört die Kirche St. Peter und Paul, als hölzerne im Jahre 1677 erinnert. Am Ende des18. Jahrhundert wurde er schon ziemlich verkommen, und deshalb wurde er niedergerissen und in den Jahren 1804-1807 durch den gegenwärtigen Bau ersetzt. Zu dem wurde in den 1808-09 ein Turm zugebaut. Von den kirchlichen Sehenswürdigkeiten sind hier weitere kleinere Objekte wie das Steinkreuz Maria Magdaléna aus dem Jahre 1741 vor der Kirche und die Statue Johannes von Nepomuk aus dem Jahre 1737 bei der Schnellstraße in der Gemeinde. An dem Kreuzweg der Landstraße Richtung Landskron steht steiniges Kreuz aus dem Jahre 1769 und bei dem Weg nach Ostrov (Michelsdorf) klasizistische Statuengruppe der Heiligsten Dreieinheit aus dem Jahre 1807. Als typischer Beispiel der ländischen Landwirtschaft ist das Haus Beschr. - Nr. 5 aus dem ersten Drittel des 19. Jahrhunderts. Die einstige markante Dominante des Rudelsdorfes war das sogenannte Nový Zámek (Neuschloss), das auf der Anhöhe Zámecký vrch (Schlosshügel) genannt, stand. Ausgebaut wurde er von dem damaligen Besitzer der Landskroner Herrschaft Jan Adam Ondřej von Liechtenstein in den Jahren 1700 -1712 nach den Plänen Domenico Martinelli von dem Baumeister Antonio Sallo. Im Jahre 1714 hat das Schloss verbrannt und in dem 1780 wurde er zum größten Teil abgerissen und erhalten blieb nur ein Teil des linken Flügels. Das Vereinleben in der Gemeinde wurde seit dem Jahre durch die Freiwillige Feuerwehr repräsentiert, seit dem Jahre 1887 wirkte hier ein Wirtschaftliches Casino und 6 Jahre früher das Schulverein. Am Ende des 19. Jahrhunderts entstand im Rudelsdorf das Theaterverein (1891), erneuert in dem Jahre1927 und im Jahre a roku 1898 Spar-und Darlehenverein. Nach dem Jahre 1989 treibt ihre Tätigkeit weiter die Körpererziehungseinheit Sokol, Freiwillige Feuerwehr und Jägerverein. Zu den bedeutenden in der Gemeinde wirkenden Persönlichkeiten gehört der einstige Masterlehrer in Rudelsdorf in den Jahren 1876-1919, Autor des Buches „Sagenversammlungen aus Schönhengstgau “ Ferdinand Jandl. Vor kurzer Zeit (1995) wurde dem emeritierten Königgrätzer Bischof Karel Otčenášek die Ehrenbürgerschaft erteilt. Die Gemeinde Rudelsdorf hat seine eigene Betriebsstätte der Tschechischen Post, Arztpraxis, Gemeindebibliothek. In Rudelsdorf trieben sein Unternehmen drei Gaststätten, drei Lebensmittelgeschäfte, Klempnerei und Dachdeckerei, Instalateuer, Metallbearbeitung, Tischlerei, Polsterei, Mauer-und Fliesenlegerarbeiten, Elektroinstalierungen, Produktion der Papierware, Autoservice, Pneuservice, Service und Renovierung der Kopiermaschienen, PC - Service, Waschmaschinenreparaturen, privater Friseursalon, Kosmetik und weitere Firmen, z. B. Wiederverkauf, landwirtschaftliche Gesellschaft Zámecký vrch (Schlosshügel), Produktion der Gärten-und Haushaltsartikeln, Verkauf der Motorräder Yamaha u.a. Zur Zeit leben in der Gemeinde 1476 Einwohner in 249 Häusern.