Deutscher Name: Zohsee Anzahl der Einwohner: 567 Anzahl der Häuser: 173 Fläche: 567 ha Geographische Lage: 49o58' N / 16o38´ E Meereshöhe: 357 m n.m. Telefon:465 322 531 Adresse: OÚ 563 01 Sázava 2 E-mail:
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Web-Seiten:www.obec-sazava.cz Die Gemeinde befindet sich 2km östlich der Stadt Landskron. Durch die Gemeinde fließt der Fluss Mährische Sasau, von deren die deutsche Benennung Zohsee entstand. Die erste Erwähnung von der Gemeinde ist in der Donationsurkunde Wenzels II. aus dem Jahre 1304, mit der er die ganze Landskroner Gegend dem Königsaaler Kloster schenkte. In der Gemeinde ist das Gemeindeamt mit dem öffentlichen Internetzentrum, öffentliche Wasserleitung und Gasverteilung, weiter ist hier Kapelle St. Prokop mit der Statue Pieta, ein andauernd ausgelasteter Kindergarten, Lebensmittelgeschäft, Reparaturannahme von Elektrogeräten, Ein Ford Autohaus und weitere kleinere Firmen. Die Gemeinde nimmt am Programm der Erneuerung des Landes teil, von dem seine nächste Enwicklung ausgeht. Zur Zeit leben in der Gemeinde 555 Einwohner. Ausführliche Informationen ( aus der „Landeskunde Lanškrounsko" übernommen ): Das Dorf Zohsee, 2 km östlich der Stadt Landskron liegend, erstreckt sich am Strom des Flusses Mährische Sasau entlang, die ihm ihren Namen gab. Die erste Erwähnung über die Gemeinde kennen wir ähnlich wie bei der ganzen Reihe der nächsten Lokalitäten in der Region aus der Donationsurkunde des Königs Wenzel II. Dieser schenkte am 21. Mai 1304 die Landskroner Gegend dem Königsaaler Kloster und unter anderen wird in der Urkunde auch das Dorf Zasow geführt. Der Fluss Sasau, der durch die Gemeinde durchfließt, war auch in seiner Geschichte eine wichtige Triebkraft. Schon aus dem Jahre 1332 sind die Berichte über zwei Mühlen in Zohsee, die dem damaligen Landskroner Vogt Petr Tyčka von Senftenberg gehörten, erhalten. Eine Mühle im Dorf gehörte von jeher zum Inventar des Zohseeer Schulzengerichtes. Sein Besitzer disponierte weiter mit Hufe der Felder, 11,5 Ruten Felder, von denen er der Herrschaft den Lohn abgab und endlich gehörte dem Zohseeer Vogt ein Drittel aller Geldstrafen, die er als Vetreter der Herrschaft den Einwohnern des Dorfes auferlegte. Die Urkunde zur Haltung des Zohseeer bestätigte dem Vogt Petr Leitomischler Bischof Albert von Šternberk im Jahre 1366. Genau zwei Jahre später bestätigte dieses Privilegium (das sogenannte Hamfest) dem hiesigen Vogt Vratislav von Pernstein, weil das Original der Urkunde "wegen eines Feuers vernichtet wurde". Es ist nicht ausgeschlossen, dass wegen eines ähnlichen Schadens auch das Dorf selbst vernichtet wurde. Unter den Kriegen zwischen Georg von Podiebrad und Matyáš Korvín in den Jahren 1468-1470 Ungarische Armeen mehrmals von Mähren nach Böhmen fielen. Die alten böhmischen Analen beschreiben Zerstörungszüge der Ungarn in dieser Zeit in vielen Orten - in dieser Region z. B. mit dem Vierzeiler: Der Ungarische König hat viel Schaden angerichtet, / es wurden viele Städte, Festungen und auch Dörfer niedergebrannt; / er begann zu versengen, als er von Mähren fuhr,/ von Trübau, wenn er bei Hora stehen bleibt. Als kurz danach (1481) freie Mühlen in Zohsee, der zum Landskroner Vogttum (also eine von den im Jahre 1332 erwähnten) gehörte, dem Jan Kostka von Postupitz verkaufte, verpflichtete er sich dem Käufer, die Walkerei wieder auszubauen und sie auch in der Zukunft zu erneuern, falls sie " wegen der Feinde niedergebrannt oder vernichtet wurde". Außerdem erscheint in der Urkunde noch die Wiese auf dem Ort "Öde Zohsee". An dieses "Öde Zohsee" erinnert man noch im Jahre 1588 in den Artikeln Landskroner Tuchzunft und allem Anschein nach befand sie sich irgendwo zwischen den heutigen Gemeinden Zohsee und Albrechtsdorf. In der Zeit des Dreißigjährigen Krieges wurde die hiesige Region in einem hohen Maße betroffen. Seit dem Jahre 1621, als Landskron nieder brannte, suchten seine Ratsherren Wege, wie das Einkommen der Stadtkasse zu erhöhen ist. Schon im Jahre 1628 verbot ihnen der Kaiser Ferdinand II. das Zoll und die Maut an den Stadttoren zu erhöhen. Ungeachtet dessen verbesserten sich die Landskroner Einwohner auf dieser Art und Weise das Stadtbudget, zu der blutwenigen Freude der Einwohner der benachbarten Dörfer, wie z. B. Zohsee war. Seine Einwohner verhinderten deshalb im Gegensatz dazu, den Bürgern den Weg in den Stadtwald, denn der Weg durch die Zohseer Felder führte. Im Jahre 1673 kam es zwischen der Bürgern und Zohseeer in dieser Sache zum Abkommen. Die Dorfleute gewannen das Recht, die Waldstreu und das Reisigholz im Stadtwald zu sammeln und dafür verpflichteten sie sich, den Weg bis zu dem oberen Landskroner Tor und zu der Kneipschänke instand zu halten - jedes Jahr an dem Tag St. Michael sollten sie den Weg mit Stein und Schotter reparieren. Aus dieser Pflicht, den Zohseern Streu und Reisig zu geben, hat sich Landskron erst im Jahre 1866 erkauft. Im 19. Jahrhundert trug Zohsee den Aufschwung durch das hiesige Flüsschen bei, auf dem im Jahre 1808 Landskroner Bürger Christian Polykarp Erxleben aus der alten Mühle und Schneidemühle eine Leinenfabrik errichten ließ und baute hier die Leinenbleiche aus. Dank der modernen Einrichtung und ihrer günstigen Lage hat sich in kurzer Zeit die Bleiche und Leinenfabrik in der ganzer Gegend berühmt gemacht und brachten eine ganze Reihe von Arbeitsplätzen für die hiesigen Einwohner. Erxleben schrieb sich überdies in die Gestalt der Landschaft durch das Einsetzen der Baumenalleen ein, die die Umgebung von Zohsee verschönerten. Nach dem Tode des Begründers ging der Betrieb nieder. Im Jahre 1858 wurden einige Gebäude verkauft. Die einstige Mühle kehrte zu ihrem ursprünglichen Zweck zurück und die nächsten Gebäude wurden später von der Firma Helpert und Hynek, die Möbel herstellt, genutzt. Seit dem Jahre 1901 wirkte in Zohsee in dem einstigen Schulzengericht die Firma Schopper und Stodolowsky, die Möbelstoffe herstellte, früh wurde sie durch andere Eigentümer ausgewechselt, die die machanische Weberei bis zu dem 2. Weltkrieg betrieben. Am Ende des 19. Jahrhunderts und am Anfang des 20.Jahrhunderts wurde in Zohsee eine Reihe gemeinnütziger Bauten erbaut. Im Jahre 1893 wurde der Friedhof errichtet (erweitert 1927), 1889 eine neue Schule gebaut und im Jahre 1890 begann der Bau der Schnellstraße von Landskron durch Zohsee Lußdorf, einschließlich des baues der Brücke über den Bach. Im Jahre 1926 wurde die Gemeinde elektrifiziert. In dieser Zeit gab es im fast reinen deutschen Dorf eine Reihe von Vereine. Seit dem Jahre 1884 war das die Freiwillige Feuerwehr, die schon im Jahre 1930 die Motorspritze besaß (in diesem Jahre veranstalteten die Zohseer Feuerwehr sogar einen regionalen Feuerwehrwettbewerb). Tätig waren hier z. B. auch ein wirtschaftliches Casino, Bund der Deutschen, Bund der deutschen Landjugend und DKV. Im Jahre 1976, als in Zohsee der Bau der Wasserleitung beendet wurde, wurde die Gemeinde administrativ zu Landskron zugeteilt. Sie hat sich wieder Verwaltungsmäßig erst im Jahre 1992 selbsständig gemacht. In den letzten Jahren gelang man in Zohsee einige gemeinnütziche Projekte zu realisieren, wie z. B. Stadtgas (1997), neue Brücke über den Bach (1998), Rekonstruktion des Spritzenhauses (1999), Kanalisation, Abwasserkläranlage und örtliche Verkehrswege (2000-2001). Gegenwärtig leben in Zohsee 555 Einwohner in 172 Häusern. Von den örtlichen Andenken kann sich die Gemeinde mit der Kapelle St. Prokop, errichtet im Jahre 1858 und mit der Statuengruppe der Heiligsten Dreieinheit aus dem Jahre 1811 stolz sein. Das älteste Andenken in der Gemeinde ist aber die Säule mit der Statuengruppe Pieta von einem unbekannten Autor. Dieses Denkmal ließ der hiesige Vogt Václav Resler in dem Jahre 1681 als Dank für die erfolgreich überstandene Pestepidemie, die in dieser Zeit, vor allem in dem nahen Landskron tobte. Die Zohseer Säule mit der Statuengruppe ist 3 Jahre älter als die Pestsäule auf dem Landskroner Marktplatz, der im Jahre 1684 eingeweiht wurde..
1858 Kapelle St. Prokop mit der Unterstützung des Kaisers Ferdinand, der 400 Gulden schenkte. 1811 Statuengruppe der Heiligen 1893 Friedhof gegründet 1927 Friedhof erweitert 1925 Denkmal den Gefallenen aus dem 1. Weltkrieg, im Jahre 1945 vernichtet 1889 neue Schule erbaut 1890 begann der Bau der Schnellstraße von Landskron durch Zohsee nach Lußbau einschließlich der Brücke über den Bach 1919 Armenhaus errichtet
1366 erneuerte Albert von Šternberk Hamfest des Schulzengerichts in Zohsee dem Petr 1566 dieselbe Liste erneuerte Vratislav von Pernstein 1481, 16 Oktober, ?
Jan Kostka von Postupitz und in Leitomischl verkaufte die freie Mühle in Zohsee, die zu dem Landskroner Vogttum gehörte, mit allem Inventar, Acker urbar und unurbar, mit dem Garten und der Wiese, die zu der Mühle in Öde Zohsee dazugegeben wurde, die sich über die Hamernischer Wiese mit der Wasserrinne und der Walkerei, die Schneidemühle, befindet dem vorsichtigen Nikl Wolf und seinen Erbfolgern für eine Summe von 40 Haufen ohne 2 Haufen des guten Geldes, zu den Zeiten gewöhnlich kurrent. Von der Mühle soll er den Zins eine Hälfte des Haufens und 2 Groschen - am St. Jiří und am St. Havel ein Viertel des Haufens und 1 Groschen (16 gr.) jährlich zahlen. Was die Walkerei betrifft, soll Jan und seine Nachfolger die Walkerei auf eigene Kosten ausbauen und Nikl und seine Nachfolder sollen sie reparieren. Außerdem, wenn das Rad, die Welle oder Spitzen oder etwas anderes neu gemacht werden sollte, auch den alten Kessel zu reparieren oder einen neuen zu erwerben und das auf Kosten von Jan und seiner Nachfolger aber nicht auf Kosten des Müllers. Falls die Walkerei untergehen wird, durch die Feinde niedergebrannt oder vernichtet wird, soll sie der Besitzer der Herrschaft neu ausbauen und Nikl und seine Nachfolger sind verpflichtet, den vierten Arbeiter zur Hilfe zu gehen. Er ist auch verpflichtet, den Tuchmachern das Holz , welches zu dem Wälzen der Tücher gebraucht wird, geben. Das Holz soll er kostenlos aus dem herrschaftlichen Wald nehmen. Von der Walkerei gehört Nikl und seinen Erfolgern Hälfte des Einkommens, die zweite ergibt sich aus der Rente. Er kann frei angeln in der Streu von dem Weibchen?in das Weibchen? Zeugen der Urkunde: Zdeněk und Vilém, Brüder von Postupitz. (Das Staatliche Gebietsarchiv Samrsk, Großrundbesitz Landskron, Karton 3, Folio 235-236, Abschrift etwa aus der Hälfte des 18. Jahrhunderts). Im Jahre 1680/81 war der Vogt in Zohsee Rößler, der die Statue bei der Kapelle als Dank für die glücklich überstandende Pestseuche bauen ließ. In Zohsee wurde so die Statue früher als in Landskron gebaut.
Im Jahre 1697 sind im Stadtwald Wölfe aufgetreten. In dem Jahre wurden im Wald die Wolfsgruben gegraben und im Jahre 1698 wurde auch einer gefangen. Vorhin fanden sie vielleicht den Weg bis in das Dorf. Neue Zeiten brachten ins Dorf das Unternehmen von Christian Polykarp Erxleben. Im Jahre 1808 kaufte er die alte Mühle und die Schneidemühle und errichtete eine Leinenfabrik, mit welcher er auch die Bleiche verband. Die Walkerei aus dem Jahre 1820 brachte den Einwohnern viel Arbeit, der Besitzer hat die Umgebung mit den Baumenalleen verschönert. Nach dem Erxleben´s Tode ging die Fabrik unter. Im Jahre 1858 kaufte die Stadt Landskron die Gebäude der Walkerei und der Bleiche und verkaufte die Mühle, wo der Betrieb erneuert wurde. Weitere Gebäude wurden später verkauft.