Deutscher Name: Tattenitz Anzahl der Einwohner: 844 Anzahl der Häuser: 221 Fläche: 2684 ha Geographische Lage: 49o52' N / 16o41´ E Meereshöhe: 375 m n.m. Telefon: 465 381 230 Adresse: OÚ 563 01 Tatenice 86 E-mail:
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
Web-Seiten:www.tatenice.cz Die Gemeinde mit 844 Einwohnern, sie wurde erstmals erwähnt im Jahre 1065, sie ist reich an Kulturdenkmäler und Naturschönheiten. Geographisch liegt sie an der Grenze Böhmens und Mährens im Tal des Flusses Mährische Sasau (340 m.ü.M.) unter den südlichsten Ausläufern des Adlergebirges zwischen den Städten Landskron, Mährisch Trübau und Hohenstadt auf der Bahnhofstrecke 35 km vor der polnischen Grenze. Die strategische Lage vonTatenitz beim alten Handelspfad, die hier durch die Grenzwälder des Böhmischen Königstums führte und durch den Engpass in der Hohenstadter Hügellandschaft dem Fluss entlang in das Nordmähren eintrat, ermöglichte schon in den Siedlungsanfängen die Erstehung einer Wachfestung. Die Festung hat im Jahre 1606 Ladislav Velen von Zerotein in ein einstöckiges vierflügeliges späteren ressainces Jägerschloss umgebaut. Das Projekt ist das Werk des italienischen Bildhauers G. Motala de Bonnamone. In der Hälfte der 80-ger Jahre des 20. Jahrhunderts wurde die Totalrenovierung des Schlosses beendet. der Sgraffitos und die Putzstuckverzierung der Decken wurde erneuert, die zu den reichsten in Mähren zählen. Sehr wertvoll sind die erhaltenen Eingangs- und Vorhofrenaisanceportale und einige Renaissancefensterpfosten. Im Interieur des renovierten Schlosses sind die Büros des Gemeindeamtes, die Bibliothek, das Restaurant, der Saal und das stuckreiche Trauzimmer. Geräumige Dachräume warten bisher für ihre Benutzung.Die Barockkirche St. Johannes des Täufers mit einem 50 m hohen Turm und zwei Glocken wurde in den Jahren 1716 - 1723 nach dem Vorschlag des bedeutenden italienischen Bildhauers Martellini gebaut. Die sehr wertvolle Verzierung und Ausmalung ist von Juda Tadeáš Šupler. Um die Kirche herum gibt es den Friedhof mit der Kapelle der Jungfrau Maria, europäisch einzigartig ist der in Holz nach dem Bild des flämischen Malers Van Dyck ausgeschnittene Seitenaltar. Die Gegenwart der Gemeinde ist durch die Pflege um die Ausbildung und um die Entwicklung der Dienstleistungen charakterisiert. Der Kindergarten mit dem Garten für die Kinder ist in der Mitte der Gemeinde, in einem Gebäude, wo die Kinderärztin ihre Arztpraxis hat, in einem anderen Teil des Komplexes hat der praktische Arzt für Erwachsene Sprechstunden, in der Nähe ist die Praxis eines Zahnarztes. Das Gebäude der Grundschule aus dem Jahre 1996 wurde um den Anbau der Fachunterrichtsräume, Kabinetts, Ablageräume, Schulküche mit Speiseraum erweitert und mit Hilfe der Eltern entstand ein Tennis- und Volleyballplatz. Die Schüler haben im Computerraum Zugang zum Internet, speziallisiert sind die Klassen für Naturkunde, Geographie, Chemie, Physik , Kunst, undTurnen usw.. Sokol Tatenitz veranstaltet nicht nur Sportwettkämpfe, sondern es gewährleistet auch im Areal des Fußballplatzes die Kultur-und Spaßveranstaltungen. Die Freiwillige Feuerwehr im Jahre 1999 rekonstruierte das Spritzenhaus. Das reiche Revier hat der Jägerverein und die Fischer haben saubere Flüsse. In Tatenitz können Sie von einer Reihe an Verkaufsstellen oder Dienstleistungen wählen. Sie können ins Internetzentrum oder in eines der Restaurant gehen, eine Investitionsgelegenheit nutzen, oder eine freie Bauparzelle für Ihr Haus auswählen. Ausführliche Informationen (aus der "Landeskunde Lanškrounsko"(übernommen): Die Gemeinde Tatenitz gehört zu den historisch mährischen Gemeinden der Region, es erstreckt sich am Flüsschen des Hraniční Baches entlang, 10 km südöstlich der Stadt Landskron. Die erste sichere Erwähnung über Tatenitz stammt aus dem Jahre 1267, als der Mährisch Trübauer Herr Boreš von Riesenburg den Augustianer Eremiten von dem später gegründeten Kloster Krone St. Maria eine Hälfte des Dorfes schenkte. Der zweite Teil des Dorfes gehörte zu den Hotsteiner Waren. Wahrscheinlich schon Boreš errichtete in Tatenitz die Festung, die erst im Jahre 1298 erwähnt ist, als sie Tatenitz und Hotstein 8 Jahre lang in im Besitz des Jaroslav von Steinberk hatte. Nach einigen weiteren Besitzern (1418-46 Herren von Riesenburg) ging das Dorf im Jahre 1453 im Besitz von der Hohenstädter Herrschaft Jan Tunkl von Brünnles. Seit dem Jahre 1480 hielt er Tatenitz gemeinsam mit der Schildberger Herrschaft, zu der das Dorf gehörte, Jan von Datschitz, im Jahre 1517 verkauften die Herren von Koněpas dem Besitzer der Hohenstädter Herrschaft Ladislav von Boskowitz. In dieser Zeit zählte das Dorf laut dem Steuerregister 37 Einwohner und die Namen von den damaligen Wirtschaftlern zeugen davon, dass es von einem vermischten Nationalitätencharakter war.
Noch im Laufe des 16. Jahrhundert verdeutschte man das Dorf. Im Jahre 1600 kaufte Tatenitz zu seiner Mährisch Trübauer Herrschaft Ladislav Velen von Zerotein, der hier im Jahre 1606 ein prachtvolles Jagdschloss ausbaute. Im Jahre 1621als Ladislav Velen von Zerotein aus Religiongründen, emigrierte er zu den konfiszierenden Mährisch Trübauer Herrschaft Liechtensteingeschlecht. In den Händen dieses Stammes, der auch die benachbarte Landskroner Herrschaft hielte, blieb Tatenitz bis zum Ende des Feudalismus. Dem Tatenitzer Schulzengericht gehörten im Jahre 1355 zwei freie Felder, freie Mühlen, ein Ausschank und ein Drittel aller vom Vogt auferlegten Geldstrafen, daran erinnerte man sich erst im Jahre 1281. Zum Schulzengericht hatte der Besitzer seine eigenen Handwerker, z. B. Schmied, Schuhmacher, Metzger und Bäcker. In der Zeit eines Kriegskonfliktes musste er seiner Herrschaft einen Soldaten mit Waffen und einem Pferd zur Verfügung stellen. Die Tatenitzer Kirche wird zum erstenmal als eine Pfarrkirche im Jahre 1350 geführt, als sie zu der Leitomischler Diözese hinzugefügt wurde. Im 16. Jahrhundert hielten die Kirche die nichtkatholischen Geistligen, zum letzten Mal im Jahre 1624 Priester Jan Frigius. In der Zeit nach der Schlacht auf dem Weißen Berg ging die Pfarrei (außer einer kleinen Episode in den 40-ger Jahren des 17. Jahrhunderts, als auch die hiesige Schule gegründet wurde) unter und die Kirche wurde von der Altstadt verwaltet. Im Jahre 1707 wurde die Pfarrei erneuert, im Jahre 1723 wurde hier an der Stelle der alten hölzernen Kirche der gegenwärtige Dom gebaut, der das Werk des italienischen Bildhauers Domenico Martinelli ist. Im ersten Viertel des 18. Jahrhundert wurde das Dorf nach der großen Missernte in den Jahren 1707-09 von einer Hungersnot betroffen, im Jahre 1714 tobte hier die Pest. Im Jahre 1744 wurde Tatenitz durch durchziehnde Husaren unter der Führung Hans Schütz verwüstet. Am Ende des 18. Jahrhunderts befiel das Dorf ein großes Feuer, bei dem im Jahre 1798 außer dem Schloss insgesamt 24 Bauernhäuser zum Opfer fielen. Nach dem Feuer wurde nur ein Teil des hiesigen Renesainceschlosses erneut, der ganze südliche Flügel wurde abgerissen. Das Ende des Feudalismus zeichnete der Bau -Olmütz-Prager Bahnstrecke- in den Jahren 1842-1845 (zwischen den Dörfern Budgisdorf und Tatenitz durchgehende durch einen in dem Felsen abgebautenTunel) vor, auf der die Bahhofhaltestelle Tatenitz errrichtet wurde. Bis 1945 wurde das deutsche Dorf nach der Aussiedlung aus dem tschechischen Innenland besiedelt. Erst im Jahre 1956 wurde eine LPG gegründet, die hat sich in der Hälfte der 70-ger Jahre in die LPG Sichelsdorf integriert und ihre Tradition geht auch im Rahmen des heutigen ZOD Sichelsdorf weiter. Zu den bedeutenden Denkmälern in Tatenitz gehört außer der Kirche, das schon erwähnte Renaisanceschlösschen aus dem Jahre 1606, an der Stelle der ehemaligen Festung von Ladislav Velen von Zerotein gebaut. Das Projekt des Baues ist das Werk des italienischen Baumeisters G. Mottala. Im Jahre 1985 wurde an dem schon bedeutend verkommenen Bau, der in der Nachkriegszeit nur als Lager (in den 60-ger Jahren dachte man sogar über seine Liquidierung nach) diente, eine Generalrekonstruktion durchgeführt. Heute stellt das Schloss den Stolz der Gemeinde dar, dort sind die Büros des Gemeindeamtes, die Bibliothek und der Gasthof integriert, diese werden bei den zahlreichen gesellschaftlichen Veranstalltungen sehr rege benutzt. Außer ihm ist in der Gemeinde auch eine Reihe von kleineren Andenken erhalten, wie einige steinige Kreuze aus dem 18. und 19. Jahrhundert (bei Pecháček, Čulík und bei der Pfarrei) und die steinigen Skulpturen der Heiligsten Dreieinigkeit, St. Roch (Patron und Beschützer vor Pest) oder St. Florian (Beschützer vor dem vernichtendem Feuer). Zur Zeit gibt es in der Gemeinde eine Grundschule (Gebäude aus dem Jahre 1886 wurde im Jahre 1995 komplett rekonstruiert), einen Kindergarten, eine Kinder-Arztpraxis hat hier ein Arzt, ein praktischer Arzt ist auch hier. Das Vereinleben repräsentiert in Tatenitz die Freiwillige Feuerwehr (1999 Generalreparatur des Spritzenhauses), Sokol Tatenitz und der Jägerverein veranstaltet eine Reihe von Sportwettkämpfen. In der Gemeinde leben insgesamt 850 Einwohner.