Region Lanškrounsko

 

 

 

 

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Gute Nacht, es ist Dienstag 22.5.2012. Heute feiert den Namenstag Vladimír, morgen Jana.
Trpík
Türpes (Trpík) PDF Drucken E-Mail

KapleDeutscher Name: Türpes
Anzahl der Einwohner: 72
Anzahl der Häuser: 22
Fläche: 358 ha
Geographische Lage: 49o51' N / 16o34´ E
Meereshöhe: 374 m n.m.
Telefon: 465 381 230
Adresse: OÚ 563 01 Trpík 3
E-mail: 
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Web-Seiten: www.antee.cz/trpik 


Die Gemeinde befindet sich 10 km südwestlich der Stadt Landskron. Die älteste schriftliche Eintragung über die Gemeinde ist aus dem Jahre 1307. Es ist die kleinste selbsverwaltende Gemeinde im Kreis Wildenschwert, es leben hier 69 Einwohner in 24 Häusern.
Von den Denkmälern verdient unsere Aufmerksamkeit die Kapelle St. Anna. Auf dem Dorfplatz ist das Gemeindeamt, ein Lebensmittelgeschäft und das Kulturhaus. In der Mitte der Gemeinde ist ein Bach mit Quellwasser. Die Wasserversorgung übernimmt ein Wasserbe- hälter für die Gemeinde und Umgebung. Die Gemeinde liegt unter den bewaldeten Hügeln, ist gut für die Touristik geeignet, deshalb veranstalten hier während der Ferien die Pfadfinder ihre Sommerlager und Treffen.
Ausführliche Informationen  (aus der „Landeskunde Lanškrounsko" übernommen):
Türpes, die kleinste selbstverwaltende Gemeinde der Region, 8 km südlich von der Stadt Landskron, erstreckt sich am rechten Ufer des kleinen Zuflusses am Lukauer Bach entlang. Die erste Erwähnung über Tirpík stammt aus der Donationsurkunde Wenzels II. aus dem Jahre 1304, mit deren er die ganze Landskroner Gegend dem Königsaaler Kloster schenkte. Sowohl seine Grundrissstruktur dieses Ackerdorfes, als auch die reine deutsche Herkunft seines Namens deuten darauf hin, dass es im Laufe der mittelalterlichen Kolonisation der Gegend von den deutschen Kolonisten gegründet wurde.Obec
Schwere Jahre fingen für die Einwohner des Dorfes Türpes nach dem Tod Wenzel III. im  Jahre 1306 an. In dem angebrachten Durcheinander, nach dem Olmützer Königsmord, der letzten Přemysliden und in den folgenden Jahren der schwachen Königsmacht, wurden die Ortschaften in der Umgebung der Stadt Landskron und Landsberg von einigen Adeligen geplündert. Die Situation hat sich auch nicht viel unter der Regierung „des Königs Fremden“ verändert. Auch Jan Lucemburský selbst half sich in der finanziellen Not oft auf Kosten der Königsaaler Ordensbrüder aus. Die hiesige Klosterherrschaft hat er den Zisterzienser einfach weggenommen und seinen Gläubigern in den Versatz gegeben hat. Überdies seine häufige Abwesenheiten nutzten die benachbarten Adeligen aus, die hiesige Gegend zu plündern. Zum letzten Mal eroberte König Jan den hiesigen Königsaaler Bauernhof im Jahre 1335.
Schon im folgenden Jahr gab er ihn den Zisterzienser zurück, aber  hat sich einen Betrag von 1600 Gulden erzwungen. Wahrscheinlich hat er in dieser Zeit das Dörfchen Türpes und das benachbarte Ziegenfuß (heutige Blumenau) von der Landskroner Gegend abgetrennt und vertraute sie in den Versatz dem Ott von Tannenfeld an. Das Königsaaler Kloster erwarben sie erst im Jahre 1350, als Karl IV. ihre Rückgabe anordnete.
Kurz danach entschieden sich die Königsaaler Mönche ihre entferntere Herrschaft mit dem Leitomischler Bischof gegen günstigere, nahe zu Prag liegende, auszutauschen. Nach den langjährigen Verhandlungen gelang es endlich im Jahre 1358, ein Abkommen und die Bestätigung dieses Austausches bei der Papst Kurie zu erreichen. In der Aufzählung der Orte, die in der Landskroner Gegend der Leitomischler Bischof erwarb, fehlen Türpes und Ziegenfuß. Das Königssaaler Kloster hielt sie mit einigen Dörfern und verkaufte sie einigen örtlichen Kleinenadeligen. Schon im Jahre 1372 erhielten so die Dörfer Jindřich von Brandeis, angesiedelt in Libchava, von dem in diesem Jahre der Vogt in Türpes das erbliche freie Schulzengericht kaufte. Zu der gehörte laut Jindřich´s Urkunde, des sog. Hamfestes ein ziemlich große Güter - vier freie und acht steuerpflichtige Ruten mit Äckern und acht steuerpflichtige Mäher, Wald und eine Mühle mit drei Ruten Felder, freie Kneipen und eine eigene Wiege. der freie Vogt hatte eigene Handwerker wie Metzger, Bäcker, Schuhmacher, Schneider zur Verfügung und überdies gehörte ihm auch ein Drittel aller auferlegten Geldstrafen. Im Gegenteil wurde er selbst verpflichtet, dem Herrn jährlich zwanzig Groschen zu zahlen und weiter die Untertanenlöhne der Ansiedler einzusammlen und abzugeben. Im Jahre 1402 verkaufte Jindřich von Brandeis die Orte Türpes und Ziegenfuß dem Augustinianerkloster, die sich im Jahre 1371 in Landskron gegründet hatten. In den Händen blieb Türpes den Ordenskanokiker bis zu den Hussitenkriegen. Im Jahre 1421 flohen die Augustinianer vor der drohenden Gefahr aus Landskron nach Olmütz, wo sie sich auf Dauer ansiedelten. Ihre Güter in der Umgebung der Stadt beanspruchten sie weiter, die Hoffnung, dass sie es zurück bekommen, waren erfolgslos.
Rechtsansprüche der Augustinianer u. a. auf Türpes und Blumenau bestätigen  das Privilegium ausdrücklich der König Georg von Podiebrad, aber einstige Bischofsgüter einschließlich die Klosterdörfer blieben fest in den weltlichen Händen. Seit der Hälfte des 15. Jahrhunderts teilte so Türpes sein Schicksal mit den anderen Dörfern in der Landskroner Gegend. Schon im 16. Jahrhundert wurde Türpes zu dem nicht weit liegendem Thomingsdorf eingepfarrt. In der Zeit nach der Schlacht auf dem Weißem Berg wurde die geistige Verwaltung für einige Jahrzehnte von Landskron erledigt. Schon im Jahre 1677 kam es zu einer Erneuerung der Pfarrei in Thomingsdorf, einschließlich der Eingemeindung Türpes in ihre Kollatur. Um ein Jahrhundert später erreichten die Einwohner von Türpes im Jahre 1760 die Errichtung der selbsständigen Pfarrräumlichkeiten. In den weiteren drei Jahren bauten sie auf eigene Kosten im Dorf die Barockkapelle St. Anna, die im Jahre 1776 eingeweiht wurde. Den eigenen Ort der letzten Ruhe - Friedhof - gründeten sie im Jahre 1886.Obec
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gab es auch Bemühungen um die Selbsständigkeit im Schulunterricht. Bis zu dem Jahr 1850 wurden die Schüler von Türpes in  Thomingsdorf eingeschult. In den provisorischen Mietsräumen verlief der Unterricht in Türpes seit dem Jahre 1851. Das Schulgebäude wurde später zwischen den Jahren 1867-1872 ausgebaut,.
Die Anzahl der Einwohner bewegte sich in Türpes am Ende des 19. Jahrhunderts und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gegen dreihundert. Nach dem nachkriegerischen Verteiben der Einwohner dieses deutschen Dorfes, wurde Türpes vom Innenland besiedelt. Die Anzahl der neuen Ansiedler  erreichte nicht die einstige Einwohnerzahl. Erst im Jahre 1950, wurde das Dorf elektrifiziert. Die hiesige Nationalschule wurde wegen der kleinen Anzahl der Schüler im Jahre 1962, trotz der Einschulung, in das benachbarte Blumenau,  geschlossen. Die nächste Grundschule befindet sich so im drei km entferntenThomingsdorf.    Zu den historischen Denkmälern in der Gemeinde gehört das steinige Kreuz und die schon erwähnte Barockkapelle St. Anna aus dem Jahre 1763, aus der Zeit um das Jahr 1770 und zwei Ortschaften (Beschr. - Nr. 1 und Beschr. - Nr. 59), die ein Beleg der ursprünglichen historischen Verbauung sind. Zu den Vereinen, die in der Vergangenheit in der Gemeinde wirkten, kann man den Feuerwehrverein, gegründet im Jahre 1888 anführen. 
Nach einem langjährigem Trend des Bevölkerungsschwundes leben zur Zeit in Türpes 68 Einwohner in 24 Häusern. In der Gemeinde gibt es ein Lebensmittelgeschäft und 5 kleine Privatunternehmen. 

 










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