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Historie der Stadt Landskron
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Historie LanškrounaDie Stadt Landskron wurde in der 2.Hälfte des 13. Jahrhunderts in der Zeit der Regierung von Przemysl Ottokar II. im Zusammenhang mit der Kolonisation des umfangreichen Gebietes an den Flüssen: Stille Adler, Böhmische Trübe und Mährische Sasau. Ihre Begründer waren wahrscheinlich die Brüder Oldřich und Heřman von Dürnholz. Die Geschichte der Stadt Landskron sind für das ganze Mittelalter eng mit der Geschichte der Landsberger Herrschaft verbunden. An Landskron erinnert man zum ersten Mal im Jahre 1285, seit sie schon dem König Wenzel II. gehörte, der sie damals dem Stiefvater Zawisch von Falkenstein weiterleitete. Im Jahre 1304 schenkte Wenzel II. die Stadt mit dem östlichen Teil der Landsberger Herrschaft dem Zisterzienser Kloster in Königssaal, im Jahre 1358 auf Grund des Güteraustausches erwarb die ganze Landsberger Herrschaft auch mit der Stadt Landskron das Leitomischler Bistum. Der Leitomischler Bischof Petr Jelito, Landsmann aus Johnsdorf bei Landskron, gründete in Landskron im Jahre 1371 das Augustinianer Kloster. Das stand ursprünglich vor den städtischen Mauern auf der Stelle der heutigen Kirche St. Maria Magdaléna und des anliegenden kleinen Parks, aber schon im Jahre 1393 begann der Ausbau des neuen Klostergebäudes direkt im Stadtzentrum in der Nachbarschaft der Pfarrkirche St. Wenzel (damals wurde sie der Jungfrau Maria geweiht) bei den Stadtmauern, auf der Stelle von 8 ausgebrannten Häusern und eines ursprüngliches Friedhofes. Die im Jahre 1940 durchgeführte archäologische Untersuchung an diesem Ort legte den Grundriss des Klosters dar. Es zeigt die typische gotische Klosterachitektur, die fast den ganzen heutigen Jiráskův Marktplatz eingenommen hat. Die örtliche Bevölkerung hat das Kloster niedergebrannt und zerstört.
Nach den Ereignissen im Frühling 1421 herrschten in Landskron die Husittenhauptmänner, die sich in Leitomischl angesiedelt haben - seit dem Jahre 1425 Jeník von Mečov und Diviš Bořek von Miletín, seit dem Jahre 1432 Vilém Kostka von Postupitz. Dem bestätigte im Jahre 1436 König Zikmund die Pfandeigentümer einiger Güter der aufgelösten Leitomischler Bistums, darunter auch einen Teil der Landsberger Herrschaft mit Landskron. Als im Jahre 1451 Vilém, Sohn von Zdeněk Kostka von Bohuš von Kosina sein Pfandrecht zu dem übrigen Teil von Landsberg gewann, war Landskron wieder mit dieser Herrschafft vereint. Nach dem Tode von Zdeněk im Jahre 1468 übernahm die Landsberger Herrschaft mit Landskron sein Bruder Jan, dann folgten die Söhne von Jan Jan II. Kostka und Bohuš. Nach dem Tode von Bohuš im Jahre 1505 vererbten Landsberger Gegend seine Töchter Anna und Markéta.
Im Jahre 1507 durch die Heirat Markéta Kostková und Vojtěch von Pernstein erwarben die Landsberger Herrschaft mit Landskron die Pernstein. Zuerst herrschte hier Vojtěch, nach seinem Tod im Jahre 1534 übernahm die Herrschaft der Brüder von Vojtěch Jan von Pernstein. Dieser wurde wegen Schulden gezwungen, im Jahre 1544 den bedeutenden Teil der Landsberger Gegend dem Petr Bohdanecký von Hodkov zu verkaufen, er hat bei sich nur Landskron 12 Dörfern behalten. Das Schloss wurde zu dieser Zeit das Verwaltungszentrum dieses Restes der Herrschaft. Aber nicht einmal Landskron hat Jan von Pernstein lange gehalten, noch vor seinem Tod (1548) hat sie weiter in den Versatz dem Wenzel von Boskovitz gegeben. Von Wenzel´s Nachfolger Albrecht Černohorský von Boskowitz zahlte den Versatz im Jahre 1561 der Sohn und Erbfolge von Jan von Pernstein Vratislav von Pernstein. Als er im Jahre 1564 von den Erbfolgern von Petr Bohdanecký von Hodkov auch Landsberg erwarb, kam es wieder zu der Vereinigung von Landsberg und Lansdskron, die Verwaltung der ganzen Herrschaft blieb schon in dem Landskroner Schloss und auch die Besitzer haben sich nicht in Landsberg, sondern in Landskron aufgehalten. Ob es während der Regierung Pernstein zu den Umbauten und zu der Erweiterung der älteren Bauten von Kostka von Postupitz kam, ist nicht bekannt. Als im Jahre 1588 der Sohn von Vratislav Jan von Pernstein die Landsberger-Landskroner Herrschaft dem Adam Herzan von Harras verkaufte, ist das Landskroner Schloss als teil steiniges, teils hölzernes Gebäude mit vielen Zimmern beschrieben.
Adam Herzan von Harras war unselig berühmt für seine Beziehung zu den Untertanen. Er begrenzte die Rechte der Bürger und erhöhte die Steuern. Das hat Streitigkeiten gegeben, im Jahre 1593 ließ Adam Herzan einige Landskroner Bürger ins Schloss Gefängnis bringen. Die Prozesse zwischen Landskroner Bürger und Adam Herzan zogen sich bis zu seinem Tod im Jahre 1619 hin. In diesem Jahr übernahmen seine drei Söhne Zdeslav, Vilém und Jan alle Herrschaften von Adam.
Im Jahre 1620 verteilten sich die Vatergüter, Landskron fiel dem Vilém Herzan von Harras. Vilém ist aber noch in diesem Jahr gestorben, Zdeslav Herzan wurde zu seinem Erbfolger. Die Untertanen lehnten dem neuen Besitzer das Treuegelöbnis ab. Nach dem Gerichtsverfahren wurde Zdeslav dazu gezwungen, die neu eingeführten Bezahlungen und Fronarbeiten zu begrenzen. Im Jahre 1622 war Zdeslav Herzan besorgt durch den Widerstand der Untertanen, dass er verdächtig wurde, in den Jahren 1618-1620 an dem Aufstand beteiligt zu sein, verkaufte die Landsberger-Landskroner Herrschaft an Karl von Liechtenstein. Im Kaufvertrag - wie es schon im Jahre 1558 war - ist die Herrschaft in den Landsberger- und Landskroner Teil geteilt. Zu dem Landskroner Teil gehörte die Stadt Landskron mit dem Schloss und 12 Dörfer.
Karl von Liechtenstein starb im Jahre 1627, die Landskroner Herrschaft gemeinsam mit den anderen Liechtensteiner Güter übernahm sein Sohn Karl Eusebius. Unter seiner Herrschaft erlebte Landskron die Schrecken des Dreißigjährigen Krieges. Im Jahre 1639 versuchten die Schweden, die Stadt einzunehmen, aber die Attacke wurde verhindert. Deshalb haben sich die Schweden, laut Tradition, über die Stadt eng zu der böhmisch-mährischen Grenze beim heutigen Dorf Mezilesí (früher Laudon) eine besondere Festung errichtet, deren Reste man die schwedische Chancen nennt. Es beunruhigte die Umgebung, dass es ihnen im Jahre 1643 gelang, auch Landskron selbst einzunehmen. Beide schwedischen Attacken beschädigten bedeutend das Schloss und die Stadt. Was die Schweden nicht vernichtet haben, hat das große Feuer im Jahre 1645 vernichtet, dessen Opfer auch das Schloss mit der anliegenden Kirche wurde.
Die Erneuerung des verbrannten Schlosses hat Karl Eusebius von Liechtenstein schon in den 50-ger Jahren des 17. Jahrhunderts gleichzeitig mit der Erneuerung der Kirche begonnen. Die Schlosserneuerung wurde aber erst im Jahre 1716 beendet, wie das Liechtensteiner Wappen mit der Zeitrechnung, das ursprünglich über dem Eingangstor platziert war, heute ist er in den Sammlungen des Museums im Schlossgebäude aufbewahren.
Der Letzte feudalistische Herr der Landskroner Herrschaft war Alois Josef von Liechtenstein. Unter seiner Herrschaft gehörten im Jahre 1843 zu der Herrschaft außer der Stadt und dem Schloss Landskron noch zwei Städte, ein Städtchen und 51 Dörfer. Im Jahre 1858 leitete Alois Josef von Liechtenstein die wirtschaftlichen Gebäude auf dem ersten Schlossvorhof, in denen bis zum Jahre 1848 patrimonialische Verwaltung der Herrschaft untergebracht war, der Stadt weiter. Die meisten Gebäude und auch die Mauer, die den ersten Vorhof abgeschlossen hat, wurden nach dem Jahre 1858 niedergerissen und das ganze Areal als der zweite Marktplatz (heute Jirásek´s Marktplatz) hergerichtet. An der Stelle des Gebäudes, das vom westlichen Flügel des ursprünglichen Klosterbaues stammte, wurde das neue Schulgebäude (heute Grundschule) gebaut. Durch diese Veränderungen verschmolz das Schlossareal (nicht das Schlossgebäude) mit der anderen Stadtbebauung. Das Schlossinterieur diente in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und am Anfang des 20. Jahrhunderts als Büros der Verwaltung des Landskroner Großgrundbesitzers. Auf der nördlichen Seite fügt man zu dem Schlossgebäude die gotische barock gestaltete Kirche St. Wenzel bei.


 










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