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Gute Nacht, es ist Dienstag 22.5.2012. Heute feiert den Namenstag Vladimír, morgen Jana.
Sagen
Geist im Birnbaum PDF Drucken E-Mail

Auf der Landskroner Vorstadt „Auf den Bahnen" war jeden Freitag um 12 Uhr bei dem Schuhmacher Pelcl ein Geist zu sehen. Er sitzt auf dem großen Birnbaum mit dem dreieckigem Hut auf dem Kopf, ganz weiß, mit den feurigen Augen. Manchmal sieht er wie eine weiße Kugel, manchmal wie eine dreieckige Person aus. Einmal schüttelt er den Baum, ein anderes Mal fliegt er zu Boden und verschwindet plötzlich.

 
Schlange mit dem Krönchen PDF Drucken E-Mail

In Landskron lebte ein armer Tagelöhner, der ein krankes Kind hatte. Die Mutter gab ihm zum Trinken Milch und zum Essen Graupen, einmal bemerkte sie, dass das Kind zu jemand sagte: „Trinke nicht nur Milch, sondern iß auch Graupen!“ Als sie das näher angesehen hatte, erblickte sie zu ihrer Verwunderung eine Schlange mit dem Krönchen auf dem Kopf, wie sie Milch vom Teller des Kindes leckt. Sie ging zu der alten Nachbarin, um einen Rat zu bekommen. Die Nachbarin beriet sie, dass sie in der Mitte auf dem Boden vor die Schlange ein weißes Tuch ausbreiten soll, dass dann die Schlange ihr Krönchen ablegen wird, welche sie nehmen und nach Hause bringen soll, sie kann sich drei Wünsche wünschen, die dann in Erfüllung gehen werden. Nach Sonnenuntergang soll sie das Tuch mit dem Krönchen wieder an die selbe Stelle bringen. Die Mutter gehorcht dem Rat der Nachbarin. Als am nächsten Tage die Schlange in den Garten kam, hatte sie das weiße Tuch auf den Gras ausgebreitet, die Schlange hatte dorthin das Krönchen abgelegt, welche die Mutter nach Hause gebracht hatte und sich nur die Gesundheit für sein Kind und ein leichteres Leben gewünscht. Während des Sonnenunterganges brachte sie das Krönchen an die alte Stelle. Am nächsten Tag fand sie die tote Schlange und das Krönchen war verschwunden. Das Kind wurde gesund und der Familie ging es besser. Das Krönchen brachte ihnen Glück.

 
Der grüne Hans PDF Drucken E-Mail
Als früher viel mehr Wälder waren, ging einmal ein Mann aus Lußdorf nach Landskron. In dem Hohenstädter Hügelland bei der Landesgrenze wächst ein Wäldchen, dort sollte man den grünen Hans meiden. Als der Fußgänger niemanden gesehen hatte, bekam er Lust zu rauchen. An dem Weg lag ein Baustamm. Auf ihm schnitt der Fußgänger seinen Tabak, hat ihn in die Pfeife gestopft, dann ging er nach Landskroun und erledigte seine Angelegen- heiten. Auf dem Rückweg traf er einen Mann, der ihm sein verletztes Knie zeigte. Dann entfernte sich der Unbekannte wieder. Jetzt wurde dem Mann klar, dass die Stelle auf dem Baustamm, wo er Tabak schnitt, das Knie des Mannes war, den er gerade getroffen hat. Es war niemand anderer als der grüne Hans.
 
Der Sensenmann mit der Sense PDF Drucken E-Mail

Eines am Abends ging eine Frau aus Landskron durch Nieder-Johnsdorf nach Hause. Unweit hört sie ein Sausen einer Sense. Als der Mond hervor kam, erblickte sie in der Dämmerung etwas weißes schimmern wie ein Skelett. Sie rannte so schnell nach Hause, wie sie nur konnte. Am Morgen wurde an der selben Stelle eine junge Frau tot aufgefunden. Wie es sich zeigte, hatte sie einen Fisch gegessen und hat eine Kröte verschluckt, daran erstickte sie.

 
Geheimnisvoller Bräutigam PDF Drucken E-Mail

In Olbrechtsdorf verlobte sich ein junges Mädchen mit einem rüstigen Jüngling, von dem man nichts wusste. Der geheimnisvolle Bräutigam kam zu ihr gegen Mitternacht hinter den Strohhaufen bei dem Haus. Deshalb hat sich das Mädchen erst einmal versteckt. Plötzlich hat sich die Friedhofspforte geöffnet, aus der Pforte kam ihr Bräutigam heraus. Furchtbare Angst bekam das Mädchen, so dass es laut aufschrie. Die Leute liefen aus dem Hause und hörten, als wenn ein Sarg auf dem Friedhof dumpf dröhnte. Die Männer trugen das ohnmächtige Mädchen ins Haus. Der herbeigerufene Arzt hat bei dem Mädchen den Tod festgestellt.

 
Leichenweg PDF Drucken E-Mail

Bei Tscherma wurde im Jahre 1885 eine Schnellstraße gebaut. Früher benutzte man den Weg. Die Einwohner des Dorfes Jakubov, die bisher sie keinen Friedhof hatten, beerdigten ihre Toten auf dem Friedhof in Tscherma. Den Weg, auf dem man die Toten fuhren, nennt man bis heute den „Leichenweg“. Auf dem Weg zwischen Varta und Janskapelle offenbaren sich die feurigen Leichenbahren.

 
Der Kauz PDF Drucken E-Mail

In Tscherma war ein Bauer diesen verfolgte in der Nacht mit seinem Heulen ein Kauz. Der Bauer hatte Angst, dass der Kauz den Tod herbeiruft, deshalb hat er den Bauernhof verkauft. Er zieht schon die letzte Fuhre um, plötzlich - Schrecken aller Schrecken - hört er über die Fuhre den Ruf des Kauzes: „Wir ziehen um! Wir ziehen um!“

 
Zotteltier im Brunnen bei Michelsdorf PDF Drucken E-Mail

Ein Dorfbewohner bemerkte einmal, dass das Wasser im Waldbrunnen stinkt. Er ruft die Gerichtsschulzen mit den zwölf Ratsherren zum Brunnen, die dort aber nur die Streu und zerbrochene Eier fanden. So riefen sie einen gebildeten Mann aus Prag und zeigten ihn den dem Brunnen. Der Mann entdeckte dort mit einem Vergrößerungsglas ein wildes Tier. Die Leute vermuteten, dass es ein Geist ist, den sie schon früher im Wald beobachteten. Sie losten also zwei Bauern aus, die einen nach dem anderen mit einem Stock in den Brunnen herunter ließen, damit sie das Ungeheuer töteten. Die beiden zogen schrecklich behaarte Hände in den Brunnen hinein. Nach einigen Jahren fand man den Hut des ersten Bauern mit einem Zettel, dass die Befreiung der beiden Männer möglich ist, wenn sich jemand in den Brunnen herunter lässt und das Tier tötet. Es wagte sich die Frau des zweiten Bauern. Mit der Mistgabel bewaffnet stieg sie in den Brunnen ein. Es gelang ihr nicht, das Tier zu töten. Erst zum zweiten Mal, als sie aus dem Brunnen heraus kam und zum Schlag ausholte, tötete sie das Ungeheuer. Beide Bauern wurden befreit. Einer von ihnen erzählte, wie er sich um das Tier kümmern musste. Die beiden mussten viel Leid ertragen. Die Freude von der Rücklehr dauerte aber nicht lange. Die mutige Bäuerin wurde so geschwächt, dass sie vor Sonnenuntergang, starb.

 
Schätze im Berg Buková PDF Drucken E-Mail

Während des Dreißigjährigem Krieg verbargen die Leute Schätze im Berg Buková. Einmal zog ein schreckliches Gewitter auf. Die Wasserströme spülten tiefe Schlaglöcher in die Wege. In den Ausschwemmungen fanden die Leute goldene und silberne Geldmünzen, die von vergrabenen Schätzen kamen. Am Palmsonntag beim Passionslesen öffnete sich der Berg, man sah den Reichtum in den Tonnen sowie in den Erd-und Steinhaufen. Auf einem Fass steht der Hahn und kräht. Wer ihn hört, kann zusammenscharren, was er will, aber eilig, damit er rechtzeitig wieder draußen ist. Wenn der Hahn zum zweiten Mal kräht, schließt sich der Berg mit Getöse, wer sich verspätet, ist für ewig verloren. Einmal begaben sich drei Männer auf den Buchenberg, um die Schätze zu suchen. Nach Mitternacht erschien vor ihnen ein dreibeiniger Rehbock, der zwischen dem Gehörn ein rotes Kreuz mit brennenden Funken hatte. Zugleich ertönte eine Stimme: „Welchen von diesen drei nehmen wir zuerst?“ Eine andere Stimme antwortete: „Den Rothaarigen!“ Einer von ihnen war tatsächlich rothaarig. Alle haben sich sehr erschrocken und liefen weg. Der Rothaarige starb davon.

 
Höllenfrau PDF Drucken E-Mail

Früher stand auf dem Berg Buková die Bude „Höllenfrau“ oder „ Hölle“, in der man tanzte und Geige spielte, aber nur bis zehn Uhr am Abend. Wenn man länger tanzen würde, würde sich angeblich die Bude mit den Tänzern einstürzen.

 


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