1700 - Das Thema der alten Ziegeleien zum zweiten Mal

1700 - Das Thema der alten Ziegeleien zum zweiten Mal

Das lose anknüpfende zweite Treffen zum Thema der ehemaligen Ziegeleien in Lanškrounsko fand am 2. Mai in der Stadtbibliothek statt. Ing. Stanislav Vimr erzählte auf interessante Weise und zeigte fast drei Stunden lang Bilder über die hiesigen Ziegeleien. Gleichzeitig reagierte er auf E-Mails, die er nach dem letzten Vortrag erhalten hatte, und beantwortete aktuelle Fragen.

Diesmal befasste er sich ausführlicher mit der Ziegelherstellung und erwähnte beispielsweise den Ziegel JESTAV, der von seinen Abmessungen her zwei Ziegeln entsprach und sehr gute Isoliereigenschaften hatte. Für die Herstellung dieses Ziegels war eine Spezialmaschine erforderlich, die von der Firma K. & R. Ježek in Blansko hergestellt wurde.

Konkret erklärte er, wie die Brennöfen funktionierten. Der Kreislauf des Ziegelbrennens in einem Ringofen mit zwölf Kammern ist auf Abbildung Nr. 9 treffend beschrieben.
Im Zusammenhang mit der Erforschung der Geschichte der Ziegeleien traf Herr Vimr einige Zeitzeugen, die in der Ziegelei unter Zámeček arbeiteten, und erinnerte an Ervín Hanyš, Rudolf Skácelík, František Mareš und Zdenek Čmelík.

Rund um die Ziegeleien von Lanškrounsko bleiben immer noch viele Fragezeichen. Direkt in Lanškroun gibt es jedoch wahrscheinlich niemanden (Stanislav Vimr stammt aus Luková), der sich systematisch mit deren Geschichte befassen und Antworten finden könnte. Von Zeit zu Zeit können wir jedoch in der Presse auf einige Informationen über „unsere“ Ziegeleien stoßen, zum Beispiel im Sborník Národního památkového ústavu Pardubice, zu dem Vladimír Jedlička aus Jakubovice beiträgt. Ein Artikel mit Beispielen von Ziegeln der Stadtziegelei Landskroun* aus seiner Sammlung wurde im Sborník im Jahr 2016 vorgestellt.

*Městská cihelna, die an der Stelle des heutigen Fußballplatzes stand.

Text: Marie Hrynečková
Foto: Autorin, Radka Halberštátová, Stanislav Vimr, Vladimír Jedlička

Foto:
1 bis 4 - Das zweite Gespräch über Ziegeleien, Vortrag von Ing. Stanislav Vimr.
5 - Die Größe der Ziegel veränderte sich im Laufe der Zeit. Der heutige Ziegel misst 28,8 x 13,6 x 6,5 cm.
6 bis 8 - Der Ziegel JESTAV und ein Werbeflyer dafür.
9 - Der Kreislauf des Brennens im Ofen.
10 - Ein Ziegel im Ofen.
11 - Abzug in den Schornstein.
12 - Heizkanal.
13 - Zeichnung einer typischen Ziegelei.
14 bis 17 - Vavruškova cihelna in Malá Lhota bei Potštejn und einige dort verwendete Werkzeuge. In Vavruškova cihelna wurden Schamottesteine z.B. für die Ausmauerung von Öfen, Kaminen usw. aus Schamotteton hergestellt, nicht aus Lehm!
18 - Der Pfeil markiert den Schornstein der Ziegelei in Lukové. Dies ist das einzige bekannte Bild der Ziegelei !!!
19 - Lanškrounská cihelna auf einem Gemälde von Johann Smutný.
20 - Cihelna in Chotěboř.
21 - Stempel von Zdenko Vodička auf den Plänen des Hauses Nr. 31 an der Ecke der Smetanovy-Straße. Zdenko Vodička aus Uničov war Pächter von Náglova cihelna (heute Busbahnhof) und fungierte als Bauträger, das heißt, er baute und verkaufte die Häuser.
22 - Titelseiten der Sborníky Národního památkového ústavu Arbeitsstätte in Pardubice, in denen Beiträge von Vladimír Jedlička aus Jakubovice über die hiesigen Ziegeleien zu finden sind.
23 - Ein Artikel über die umfangreiche Ziegelsammlung (ca. 300 Stück) von Vladimír Jedlička, die auch Ziegel aus unserer Region umfasst.